Bonds-Käufer wiegen sich wegen EZB in Sicherheit: Zinsen für Spanien fast halbiert

Spaniens Auktion von längerfristigen Anleihen während der EZB-Ratssitzung war sehr erfolgreich. Die Zinssätze für die Bonds sind deutlich zurückgegangen und die Nachfrage war sehr gut. Die Investoren rechnen fest mit der Draghi-Bazooka.

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Aktuell: EZB: Warum die Draghi-Bazooka die Kapitalflucht nicht stoppen wird

Derzeit findet in Frankfurt die entscheidende EZB-Ratssitzung statt, deren Ergebnis Draghi noch am heutigen Tag mitteilen wird. Der Ankauf von Anleihenkauf in großem Umfang durch die EZB wird von vielen bereits erwartet. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker wurde zur Ratssitzung eingeladen (hier) und bereits am Mittwoch gab es erste Einzelheiten über die Art und Weise, wie die EZB die Zinssätze für Länder wie Spanien zu senken gedenkt (mehr hier). Die Investoren sind zuversichtlich, dass der Kauf von Anleihen tatsächlich wieder von der EZB aufgenommen wird (die Wirkung dieser Intervention ist jedoch keinesfalls so sicher, wie viele glauben – mehr hier). Dies wurde auch in der heutigen Auktion von spanischen Staatsanleihen deutlich.

Insgesamt emittierte die das spanische Finanzministerium Anleihen im Wert von 3,5 Milliarden Euro mit unterschiedlichen Laufzeiten. Die Zinssätze für zweijährige Bonds fielen von 4,706 auf 2,798 Prozent und für dreijährige Anleihen von 5,086 auf 3,676 Prozent. Selbst bei den mittelfristigen Anleihen, die 2016 erst auslaufen, ging die Rendite von 5,971 auf 4,6023 Prozent zurück.

„Das war weniger eine Auktion spanischer Schulden als vielmehr ein Urteil über den bald vorgestellten Anleihen-Kauf-Plan der EZB“, kommentiert Nick Spiro von Spiro Sovereign Strategy die Auktion. Dieses Ergebnis habe sehr wenig mit dem, was in Spanien los ist, zu tun. „Das ist der Draghi-Effekt in Aktion.“

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