Wegen Wirtschaftsflaute: China will 124 Milliarden Euro in Infrastruktur-Projekte pumpen

Die chinesische Regierung hat nun angesichts des sinkenden Wachstums erste ganz konkrete Maßnahmen angekündigt. Ein Konjunkturprogramm in Milliardenhöhe soll der Wirtschaft wieder zu neuem Aufwind verhelfen.

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Die chinesische Regierung rechnet in diesem Jahr nur mehr mit einem Wirtschaftswachstum von 7,5 Prozent. Gemessen an europäischen Verhältnissen sind das gute Zahlen, aber für China ist es das langsamste Wachstum seit 13 Jahren. In den vergangenen Monaten hatte die chinesische Regierung bereits die geforderten Rücklagen für Banken bei der Kreditvergabe gesenkt, doch auch dies konnte die Flaute in der chinesischen Wirtschaft nicht abfedern. Nun hat sich die chinesische Regierung für die von vielen chinesischen Unternehmen und Ökonomen seit Wochen geforderten neuen wirtschaftspolitischen Maßnahmen durchgerungen, so der Guardian.

Am Freitag stimmte die Planungskommission der Umsetzung von 60 Infrastruktur-Projekten mit einem Gesamtvolumen von insgesamt einer Trillion Yuan (124 Milliarden Euro) zu, was etwa 2 Prozent der ganzen chinesischen Wirtschaft entspricht. Das ist etwa ein Viertel dessen, was die Regierung in der Zeit der Finanzkrise 2008/2009 in Konjunkturpakete investierte, so Reuters. Dem Guardian zufolge will Peking das Geld in Projekte wie etwa in Autobahnen, Wasserstraßen, S-Bahn-Projekt und Kläranlagen stecken. Dem Nomura Ökonom Zhang Zhiwei zufolge signalisiere dieser Schritt „eine Veränderung in der politische Haltung“, die nun aktiver werde. Die Projekte werden vermutlich in den kommenden Monaten starten und ein erster Effekt könnte dann schon im vierten Quartal zu beobachten sein, so Zhang Zhiwei.

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