Euro-Rettung: IWF will EZB-Programme überwachen

Vertrauen ist gut, der IWF ist besser: Die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, will die Überwachung der EZB-Euro-Rettung übernehmen.

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IWF-Chefin Christine Lagarde erklärte am Sonntag nach einem Gipfeltreffen des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums APEC im russischen Wladiwostok, wolle bei der Ausgestaltung und Überwachung des EZB-Plans zur Rettung des Euro eine Rolle zu spielen. Sie sagte, die Pläne der EZB ebneten den „Weg nach vorne“. Weil aber eine „koordinierte Umsetzung“ Vorrang habe, wolle der IWF wie schon bei den anderen Schuldenstaaten die führende Rolle übernehmen.

Der IWF ist bei den Hilfspaketen für angeschlagene Euro-Staaten stets eingebunden. Als Mitglied der sogenannten Troika, zu der auch die EZB und die EU-Kommission gehören, überwacht der Fonds die Spar- und Reformfortschritte der Regierungen.

Allerdings wollen weder Spanien (hier) noch Italien (hier) die Troika im Land haben. Sie fühlen sich nicht wohl bei der zunehmend fordernden Rolle des IWF (mehr dazu in einer Hintergrund-Analyse über den IWF).

Die EZB hatte ursprünglich angegeben, dass Länder, die Hilfe durch Ankaufsprogramme in Anspruch nehmen wollen, ein Memorandum of Unterstanding unterzeichnen müssten, in dem sie sich zu konkreten Sparprogrammen verpflichten (hier).

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