Deutschland auf dem Weg nach unten: Immer weniger Export-Überschuss

Ein niedrigerer Handelsbilanzüberschuss und eine negative Dienstleistungsbilanz haben die deutsche Leistungsbilanz deutlich reduziert. Deutsche Unternehmen und Anleger haben wieder mehr Vertrauen und investieren verstärkt im Ausland.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Aktuell: Deutschland: Zinsen für kurzfristige Anleihen weiter negativ

Die deutsche Leistungsbilanz ist von Juni auf Juli um 5,7 Milliarden Euro gesunken. Der Leistungsbilanzüberschuss beträgt nun noch 12,8 Milliarden Euro. Der Rückgang bei der Leistungsbilanz ist auf ein geringes Wachstum der Handelsbilanz und weniger Transaktionen bei Dienstleistungen, Erwerbs- und Vermögenseinkommen zurückzuführen. Dies teilte am Montag die Bundesbank mit.

Der Außenhandel ist im Juli gegenüber dem Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 200 Millionen Euro gesunken. Dabei wuchsen die Exporte um 0,5 Prozent, während die Importe um 0,9 Prozent stiegen. Die Dienstleistungsbilanz ist im selben Zeitraum um 3,8 Milliarden Euro zurückgegangen.

Dies ist ein Hinweis auf die schwierige Wirtschaftslage in der Eurozone. Dass es sich dabei auch lediglich um eine Angleichung des wirtschaftlichen Ungleichgewichts in Europa handeln könnte, zeigt die Entwicklung bei den Kapitalströmen: Denn Deutsche Anleger investierten wieder stärker im Ausland.

Während sie sich im Juni noch von Investments im Wer von 5,1 Milliarden Euro getrennt hatten, investierten sie den selben Betrag im Juli wieder. Deutsche Unternehmen verstärkten auch ihre Auslandsinvestitionen wieder deutlich.

Mehr Themen:
Frankreich vor Rezession: Wirtschaft schrumpft im dritten Quartal
George Soros spekuliert auf Euro-Austritt von Deutschland
Rückversicherer rechnen mit Zerfall des Euros

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick