Spekulanten treiben Preise für Lebensmittel auf Rekordhöhe

Investoren haben in der vergangenen Woche so viel Geld in Wetten auf Lebensmittelpreise gesteckt, wie seit einem Jahr nicht mehr. Das Volumen lag bei insgesamt über 111 Milliarden Dollar. Die Dürre in den USA, die mögliche Intervention der Fed und die erwartete Lockerung der Geldpolitik in China bieten einen guten Nährboden.

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Die Rohstoffmärkte erweisen sich derzeit als beliebte Spekulationsplattform, vor allem vor dem Hintergrund der verheerenden Dürre in den USA, dem Erwarten von weiterem billigen Geld der Fed und größeren geldpolitischen Maßnahmen aus China (die bisherigen reichen nicht aus – hier), um die Wirtschaft wieder in Fahrt zu bringen. In der Woche vom 4. September stieg daher das Volumen der Wetten auf steigende Kurse um weitere 4 auf 111,26 Milliarden Dollar.

Das ergab eine Berechnung der Nachrichtenagentur Reuters auf Grundlage der jüngsten Zahlen der Commodity Futures Trading Commission (CFTC), einer US-Regulierungsbehörde, die den Handel mit Futures und Optionen auf Rohstoffe in den USA reguliert. Zum dritten Mal in Folge wuchs entsprechend auch die Zahl der abgeschlossenen Termingeschäfte an den 22 entsprechenden Rohstoffmärkten, die von der CFTC beobachtet werden: Ein Anstieg von 2,4 Prozent wurde verzeichnet.

Neben den hohen Preisen für Mais, Sojabohnen und Weizen, die in den vergangenen Monaten bereits auf ein Rekordhoch stiegen (hier), kletterte entsprechend am Freitag der Goldpreis auf ein 6-Monats-Hoch. Aber auch die Preise für Öl und Kupfer, das so teuer war wie zuletzt im Mai, zogen deutlich an.

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