Schulden-Angst: Amerikaner trauen der Kreditkarte nicht mehr

Die Verbraucherkredite sind in den USA im Juli das erste Mal seit fast einem Jahr gesunken. Besonders die Kredite aus der Kreditkartennutzung sind deutlich zurückgegangen. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Situation in den USA und der Unsicherheit bezüglich der Entwicklung der Schuldenkrise wollen sich die US-Bürger nicht weiter verschulden.

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Die hohe Arbeitslosigkeit, die gesunkenen Neuanstellungen (mehr hier) und die sich noch immer in einer Talfahrt befindliche amerikanische Wirtschaft haben bei den US-Bürgern zu mehr Vorsicht geführt. Im Juli sind die Verbraucherkredite erstmals seit 11 Monaten wieder zurückgegangen, dies teilte die Fed am Dienstag mit. Gegenüber dem Vormonat sind sie um 3,28 Milliarden Dollar gesunken, Ökonomen hatten indes mit einem Anstieg von 9,2 Milliarden Dollar gerechnet. Besonders bei den Kreditkarten ging die Kreditaufnahme um 6,5 Milliarden auf 11,8 Milliarden Dollar zurück.

„Die Haushalte sind definitiv noch im Schuldenabbau-Modus“, sagte Ryan Wang von HSBC Securities Bloomberg. Die amerikanischen Firmen fahren ihre Produktion zurück, die Arbeitslosigkeit liegt bei über 8 Prozent, die Neueinstellungen fallen zunehmend geringer aus und der durchschnittliche Stundenlohn verzeichnete gegenüber dem Vorjahr den geringsten Anstieg seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2007. Paul Thomson von Martinsville, einem in Virginia ansässigen Unternehmen, siegt es ähnlich. „Wir glauben, dass dies aufgrund der Unsicherheit über die anstehenden Wahlen, die auslaufenden Steuervergünstigungen und die ungelöste Schuldenkrise“ eingetreten ist.

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