Gefahr für Opel: Ford-Verkaufszahlen gehen um 29 Prozent zurück

Ford muss einen Verlust von einer Milliarde Euro hinnehmen. Der amerikanische Fahrzeughersteller in von der europäischen Autoindustrie-Krise am stärksten betroffen. Bereits elf Monate in Folge schrumpft der Markt. Für den deutschen Autobauer Opel ist dieses Umfeld besonders gefährlich.

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Die Verkaufszahlen des Autoherstellers Ford sind im August in Europa um 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Allerdings ist der gesamte europäische Automarkt eingebrochen. Bereits elf Monate in Folge schrumpft der Markt. Ford verzeichnet mit einer Milliarde US-Dollar den größten Verlust. Doch auch PSA Peugeot Citroën, Renault, General Motors, Fiat und BMW mussten schwere Verluste hinnehmen, berichtet die Financial Times am Dienstag.

Den aktuellen Zahlen des europäischen Automobilherstellerverbands (ACEA) zufolge sind die Fahrzeuganmeldungen für PKWs in Europa im August um neun Prozent zurückgegangen (mehr hier). Ford selbst führt den Einbruch in den Absatzzahlen darauf zurück, dass sich das Unternehmen nicht auf den derzeit herrschenden Preiskampf eingelassen habe. „Der August war noch zäher als in diesem Jahr zuvor üblich. Es gab viele kurzfristige Angebote und Anreize. Wir haben uns entschieden, das weitgehend zu unterlassen“, erklärte Roelant de Waard, Ford-Marketing-Leiter für Europa. Für Opel könnte diese Entwicklung sehr gefährlich werden: Denn GM sucht immer noch nach einer Lösung, die deutschen Werke zu reduzieren. Schlechte Konjunkturzahlen erleichtern die Argumentation für harte Maßnahmen erfahrungsgemäß.

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