Spanier vertrauen Merkel mehr als eigener Regierung

Im Kampf gegen die Eurokrise und die schwere Situation im Land verlassen sich die Spanier lieber auf Angela Merkel als auf ihren eigenen Premierminister. Doch die Umfrage in Spanien brachte noch andere interessante Erkenntnisse über die Beliebtheit von Politikern.

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Obwohl Bundeskanzlerin Angela Merkel als Symbol für die harten Sparmaßnahmen in der Eurozone gilt, ist sie bei der spanischen Bevölkerung relativ beliebt. Die Hälfte der Spanier weiß die Führung durch Merkel in der Krise zu schätzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Cicero Group. Sie hat 1.000 Spanier aus allen gesellschaftlichen Schichten befragt.

Auf die Frage hin, wer die beste Leitfigur in der Eurokrise ist, antworteten 50 Prozent der Befragten mit Angela Merkel. Mit großem Rückstand auf die Bundeskanzlerin folgt der französische Präsident François Hollande. Weit abgeschlagen rangiert der spanische Premierminister Mariano Rajoy selbst unter seinen Landsleuten: Nur drei Prozent glauben, der wäre ein gute Krisenpolitiker.

Bei Vertretern der Europäischen Union sind die Spanier äußerst skeptisch. Den Kommissionspräsidenten Jose Manuel Barroso sehen nur zwei Prozent als fähige Leitfigur. Den letzten Platz teilen sich der britische Premier David Cameron und der Präsident des EU-Rats Hermann van Rompuy.

Der britische EU-Parlamentsabgeordnete Nigel Farage hatte van Rompuy kürzlich genau dies vorgeworfen: Er habe keine Ausstrahlung, niemand kenne ihn und im Prinzip wolle ihn auch niemand an der Spitze einer wichtigen EU-Institution. Farage musste für seine emotionale Kritik 3.000 Euro Strafe zahlen, weil er den Ratspräsidenten auch unter der Gürtellinie angegriffen hatte (hier kommen Sie zum Video der Kritik).

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