Einkaufsmanager-Index bricht unerwartet stark ein

Der Einkaufsmanager-Index in der Eurozone ist im September so stark gefallen wie seit Juli 2009 nicht mehr. Die EZB-Ankündigung, unbegrenzt Staatsanleihen zu kaufen, hat die Realwirtschaft nicht beeindruckt.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Der Einkaufsmanager-Index der Eurozone ist im September so stark gefallen wie seit Juli 2009 nicht mehr. Der Markit PMI Flash fiel von 46,3 Punkten im August auf 45,9 Punkte im September. Damit hat sich die Stimmung in der Eurozone weiter vom Wachstumsbereich entfernt. Ab einem Level von 50 Punkten wird allgemein mit einer Verbesserung der Lage gerechnet.

„Wir hatten gehofft, die Nachricht bezüglich der EZB-Intervention die Schuldenkrise zu lindern, würde die Zuversicht im Geschäftsklima anheben. Stattdessen scheint sich die Stimmung noch verschlechtert zu haben. Die Unternehmen sind wegen des gegenwinds des schlechten weltweiten Wirtschaftswachstums so misstrauisch wie seit dem frühen Jahr 2009 nicht mehr“, sagte Chris Williamson von Markit.

Auch wenn sich die Ankündigung der EZB, unbegrenz Staatsanleihen kaufen zu wollen, nicht positiv auf die Stimmung in der Realwirtschaft ausgewirkt hat, auf dem Anleihenmarkt, hatte sie definitiv einen positiven Effekt. Die jüngsten Auktionen von Staatsanleihen liefen nämlich überraschend gut (mehr hier).

Der PMI der Eurozone ist im September so schnell gefallen, wie seit 2009 nicht mehr. (Grafik: Markit)

Der PMI der Eurozone ist im September so schnell gefallen, wie seit 2009 nicht mehr. (Grafik: Markit)

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick