Globale Geldschwemme: Der Währungskrieg hat begonnen

Die Geldschwemme der FED führt zu Verunsicherung auf dem internationalen Markt. Die Bank of Japan reagierte selbst ebenfalls mit erhöhten Anleihenkäufen. Die Zentralbanken anderer Staaten kündigten ebenfalls eigene Maßnahmen an.

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Die Geldpolitik der USA löst weltweit Verunsicherung auf den Märkten aus. Analysten sehen die dritte Runde der quantitativen Lockerung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) als Auftakt für einen neuen Währungskrieg. In der Annahme, der Dollar werde aufgrund der jüngsten Entwicklung weiter sinken, überarbeiten Fondsmanager bereits ihre Portfolios. Für die internationalen Zentralbanken bedeutet das, womöglich selbst handeln zu müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Währungen, deren Zentralbank auf QE3 mit eigenen Maßnahmen reagiert oder diese angekündigt haben, liegen unter Dollarwert. Die tschechische Zentralbank kündigte in der vergangenen Woche an, die Geldpolitik zu lockern, um so die Wirtschaft anzukurbeln. Der brasilianische Finanzminister Guido Mentage führte ebenfalls eine Schwächung der eigenen Währung herbei, indem er erklärte, seine Regierung werde die Währung vor einem neuen Währungskrieg durch die Fed schützen.

James Kwok, Leiter für Währungs-Management bei Amundi, befürchtet, dass die Bank of Japan einen weiteren Schritt zur Senkung des Yen-Wertes plane, da die erhöhten Anleihenkäufe noch nicht die gewünschte Wirkung erzielt hätten, wie er der FT erklärt. Auf dem Devisenmarkt wächst gleichzeitig die Zurückhaltung der Investoren, da diese zunächst prüfen, ob die jeweilige Zentralbank bisher schon oft interveniert hat. „Wir ziehen das Risiko auf Intervention definitiv in Betracht, bevor wie in eine Währung investieren“, bestätigt auch Dagmar Dvurok von Barings. Vor allem in Asien sei das Risiko instabiler Währungen hoch.

Nichtsdestotrotz glauben einige Analysten, dass die Auswirkungen der Fed-Gedschwemme diesmal nicht so hoch sein würden wie zuvor. Die Zentralbanken würden ihre Entscheidung, die eigene Währung zu schwächen und damit die Export- und Wachstumszahlen zu steigern, stärker abwägen als bisher.

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