Griechenland: Koalition will vier Jahre mehr Zeit für Unsetzung der Reformen

Das neu aufgesetzte Sparpaket für Griechenland nimmt seine erst Hürde. Die Koalition habe sich auf die Hauptpunkte einigen können, so der griechische Finanzminister. Man werde bei den internationalen Gläubigern aber auch um einen zeitlichen Aufschub bei der Umsetzung bitten. Die Gläubiger haben indes ganz andere Probleme.

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Ein erster Schritt in Richtung Reformen ist trotz der gestrigen Proteste (hier) unternommen worden. Im staatlichen Fernsehen teilte der griechische Finanzminister, Yiannis Stournaras, mit, dass sich die Koalition auf die wichtigsten Punkte habe einigen können. Das Abkommen innerhalb der Koalition sei „Grundlage für starke Verhandlungen“. Fotis Kouvelis, der Chef der Demokratischen Linken wies allerdings darauf hin, dass es noch einige offene Fragen gebe.

Dem griechischen Finanzminister zufolge liege dem Sparprogramm, das die internationalen Gläubiger genehmigen müssten, bevor das griechische Parlament darüber entscheidet, auch ein Ersuch nach einem zweijährigen Aufschub bei der Umsetzung der Reformen vor. Der Chef der Demokratischen Linken sagte indes, „wir werden versuchen, eine 4-Jahres-Verlängerung zu erreichen“, so die griechische Zeitung Kathimerini.

Die europäischen Führer könnten mehr tun, um Griechenland zu helfen, forderte Evangelos Venizelos (PASOK) hingegen nach dem Treffen mit den anderen Koalitionspartnern. Die EU-Partner müssten die Opfer, die die Bürger auf sich genommen haben, realisieren und dürften nicht die Bemühungen des Landes unterschätzen. Doch die EU-Partner haben derzeit noch ein anderes Problem bezüglich Griechenland, da der IWF zusehends versucht, einen Schuldenschnitt für Griechenland über die EZB zu erreichen (mehr hier) und damit droht, ganz aus dem Bailout-Programm für Griechenland auszusteigen.

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