Jetzt kommt die ganz große Bazooka: China wirft Gelddruck-Presse an

Nach Europa und den USA hat nun auch China sein Finanzsystem mit Liquidität geflutet. In dieser Woche wurden 58 Milliarden Dollar in Umlauf gebracht. Doch es müssen weitere Maßnahmen folgen, damit das Geld tatsächlich in der Wirtschaft ankommt.

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Die chinesische Zentralbank hat in dieser Woche so viel frisches Geld in das Finanzsystem gepumpt wie noch nie. In den vergangenen drei Tagen hat sie über Rückkaufvereinbarungen von Pensionsgeschäften Renminbi (die offizielle Währung der Volksrepublik) im Wert von 58 Milliarden Dollar auf den Markt geworfen. Dies berichtet die Financial Times.

Die Geldschwemme ist der nächste Versuch, die strauchelnde chinesische Wirtschaft wieder in Gang zu bekommen. Sie soll bewirken, dass die Banken wieder mehr Kredite an Unternehmen geben und sich dafür gegenseitig mehr Geld leihen. Vergleichbar mit den Tendern der Europäischen Zentralbank soll durch die Liquiditätsspritze der Interbankenmarkt wieder belebt werden.

Die vergangenen Interventionen konnten nicht die gewünschte Wirkung entfalten (mehr hier). Unter anderem wurde der Leitzins gesenkt, um die Investitionen wieder anzukurbeln (mehr hier). Zuletzt kündigte die Regierung an, 124 Milliarden Dollar in den Ausbau der Infrastruktur investieren zu wollen (mehr hier).

Nach einige andere Maßnahmen hatten Beobachter diesen Schritt bereits erwartet. So wurden beispielsweise die Eigenkapitalquoten für Banken gesenkt. Die Finanzpolitik ähnelt inzwischen auch jener in Europa: „Sie versuchen wahrscheinlich nachzumachen, was Zentralbanken in anderen Ländern tun: Einen Markt zwischen den Geschäftsbanken und der Zentralbank aufbauen“, sagte der Ökonom Raymond Yeung der Financial Times.

Doch weil die Rückkaufvereinbarungen lediglich einen kurzfristigen Effekt haben, erwarten Beobachter eine weitere Senkung der Kernkapitalquote: „Aus unserer Sicht müssen sie die vorgeschrieben Kapitalreserven noch vor Jahresende erneut senken“, sagte Yeung.

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