Monti: Italien und Spanien wollen sich keinen EZB-Auflagen unterwerfen

Der italienische Premierminister Mario Monti ist gegen Auflagen beim Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB. Auch der IWF solle sich möglichst aus den Angelegenheiten Italiens raushalten, meint Monti.

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Länder die das Anleihen-Programm der EZB in Anspruch nehmen, sollen keine Auflagen erfüllen müssen. Dieser Meinung ist der italienische Premierminister Mario Monti. In einem Interview mit dem Nachrichtendienst Bloomberg sagte Monti, Staaten wie Italien oder Spanien würden zögern, das Anleihen-Kaufprogramm der EZB in Anspruch zu nehmen, weil sie nicht wussten, welche Auflagen mit der Unterstützung durch die EZB verbunden wären.

Daher sollten keine zusätzlichen Auflagen eingeführt werden, die über jene Kritikerien hinausgehen, die die EU im Juni festgelegt hat.

Auch einer verstärkten Kontrolle durch den Internationalen Währungsfonds steht Monti kritisch gegenüber: Es sei nicht notwendig, dass der IWF hier involviert werde: „Ich denke, das sollte so gering wie möglich gehalten werden. Denn es gibt keinen Grund, etwas zu verzögern, das bereits sehr gut im Juni vom Europäischen Rat definiert wurde“, sagte er.

Monti erwägt inzwischen, über die Wahlen im April 2013 hinaus italienischer Premier zu bleiben: „Wenn es die Umstände erfordern, dass die Parteien es für hilfreich halten, dass ich nach den Wahlen der Regierung diene, werde ich da sein”, sagte er vor der UN-Vollversammlung in New York (mehr hier).

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