Ratingagentur Egan Jones stuft Spanien auf Junk-Status

Der angeschlagene Bankensektor und die hohe Verschuldung der autonomen Regionen wird Spanien „unweigerlich“ dazu zwingen, noch mehr Geld aufbringen zu müssen, begründet die Ratingagentur ihre Entscheidung. Ende des Monats wird auch ein Rating von Moody’s erwartet.

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Mangelnde Bemühungen kann man der spanischen Regierung nicht vorwerfen. Insgesamt will Spanien den Haushalt für 2013 mittels Kürzungen und Steuererhöhungen um insgesamt etwa 40 Milliarden Euro erleichtern (hier). Aber die Schwierigkeiten, vor denen das Land steht, sind groß. Heute will die Regierung die Ergebnisse des Banken-Stresstests vorlegen und am Donnerstag meldete sich die fünfte Region, die Staatshilfe benötigt (mehr hier).

Aus diesem Grund hat die Ratingagentur Egan Jones die Kreditwürdigkeit Spaniens am Donnerstagabend von CC+ auf CC gesenkt: Junk-Status. Zur Begründung gab die Ratingagentur an, Spanien werde unweigerlich zusätzliches Geld aufbringen müssen, um einen Teil seines Bankensektors und schwache Regionen zu stützen. Dies dürfte für weiter steigende Zinssätze sorgen. Bis Ende des Monats wird zudem ein Rating für Spanien von der Ratingagentur Moody’s erwartet.

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