Spanien: Erneut Ausschreitungen bei Protesten gegen Sparpaket

Am Wochenende kam es in Spanien erneut zu Gewalt bei Protesten gegen den Sparkurs der spanischen Regierung. Die Polizei löste einen Sitzstreik mit Schlagstöcken auf.

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Mit einem Sitzstreik wollten Unzufriedene am Neptun-Platz in Madrid gegen das Sparprogramm von Mariano Rajoy protestieren.

Mit einem Sitzstreik wollten Unzufriedene am Neptun-Platz in Madrid gegen das Sparprogramm von Mariano Rajoy protestieren.

Am Samstag ist es in der spanischen Hauptstadt Madrid erneut zu Gewalt bei Protesten gegen die Sparmaßnahmen der Regierung gekommen. Die Polizei ging Berichten der Nachrichtenagentur Reuters zufolge mit Schlagstöcken gegen Demonstranten vor. Auf dem Neptunplatz wollten die Gegner der Sparpolitik einen Sitzstreik veranstalten. Darauf hin ging die Polizei gewaltsam gegen die Demonstranten vor.

Zuvor war bekannt geworden, dass auch die harten Einsparungen nicht ausgereicht haben, das Defizit und die Verschuldung Spaniens wesentlich zu bremsen: Die Verschuldung wird voraussichtlich im kommenden Jahr von 85 auf 90 Prozent des Bruttoinlandsproduktes steigen (mehr hier).

Das Hauptproblem für den spanischen Haushalt ist die Unsicherheit im Bankensektor. Auch wenn das „unabhängige“ Gutachten (Stresstest) für den Finanzierungsbedarf der Banken verhältnismäßig gering ausgefallen ist, wird ein erhebliches Risiko auf die EZB abgewälzt (mehr hier).

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