Griechenland: Troika besteht auf Kürzung des Mindestlohns und längeren Arbeitszeiten

Bei einem Treffen zwischen dem griechischen Arbeitsminister und der Troika forderten die Vertreter der EU, der EZB und des IWF einmal mehr eine drastische Reform des Arbeitsmarkts. Der Reformwille hält sich indes in Grenzen.

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Geht es nach der Troika, sollen in Griechenland unter anderem der Mindestlohn gekürzt, Abfindungen reduziert und Tarifverträge gekündigt werden. Außerdem will die Troika die Arbeitszeiten in Griechenland ausdehnen. Dies berichtet der Guardian.

Bei dem Treffen zwischen dem Arbeitsminister und den Vertretern der EU und des Internationalen Währungsfonds wurde griechischen Medienberichten zufolge auch eine weitere Reform des Rentensystems diskutiert. Dabei soll das Rentenalter von 65 auf 67 Jahre angehoben werden. Renten über 1.000 Euro sollen um bis zu 15 Prozent gekürzt werden.

Außerdem fordert die Troika eine flexiblere Arbeitszeitregelung. Während sie die Arbeitskosten weiter senken will, um Griechenland wettbewerbsfähiger zu machen, wenden griechische Vertreter ein, die Griechen hätten bereits genug Kürzungen hinnehmen müssen. Die Bereitschaft, Einschnitte bei Gehältern und Sozialleistungen umzusetzen, nehme deutlich ab, sagen Beobachter. Vor allem die Einführung einer Sechstagewoche werde kritisch gesehen.

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