Umfrage: Bürokratie verhindert Innovationen in Deutschland

Politik und Bürokratie belasten das deutsche Innovationsklima. Außerdem hemmt der demographische Wandel die Entwicklung von neuen Technologien.

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„Made in Germany“ genießt ungebrochen Weltruf. Deutschlands Wirtschaft und Industrie gilt bei seiner Forschung und seinen Produkten als Exportweltmeister. Aber sind Jubel und Freude darüber ungetrübt? Wie innovativ ist Deutschlands Technologie und welche Faktoren spielen hierbei eine Rolle? Compamedia kam in seiner „Top100“-Umfrage zu einem sehr gemischten Ergebnis.

Behördliche Bürokratie – so benennen über 90 Prozent aller befragten Unternehmen den größten Stein in ihrem wirtschaftlichen Räderwerk. Behördengänge und die dazugehörenden Genehmigungsverfahren hindern die Entwicklung und Einführung von Innovationen. Ähnlich schlecht werden die politischen Rahmenbedingungen mit 70 Prozent als Hindernis bewertet, wie beispielsweise die Fördermittel. Alternative politische Hürden bleiben hier allerdings offen.

Gut ein Fünftel der Befragten sieht Technologieskepsis als Bremse für wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Der Fachkräftemangel ist eine deutliche Innovationshürde. (Grafik: Top100.de)

Gut ein Fünftel der Befragten sieht Technologieskepsis als Bremse für wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Der Fachkräftemangel ist eine deutliche Innovationshürde. (Grafik: Top100.de)

Ebenfalls Grund für Sorge besteht aufgrund des demographischen Wandels. Der darauf beruhende Fachkräftemangel wird von breiter Front moniert. Dabei wird die Qualität der Ausbildung nahezu gleich als förderlich und hindernd bewertet. Dasselbe gilt für die Aufgeschlossenheit der Hausbanken gegenüber Innovationen.

Auch das generelle Innovationsklima Deutschlands wird von den befragten Unternehmen ambivalent beurteilt: Jeweils 30 Prozent bewerten das Klima als einwandfrei beziehungsweise fühlen sich stark gehindert. 40 Prozent sehen leichte Hemmnisse durch Technologieskepsis. Konsumenten und gewerbliche Kunden sehen die befragten Unternehmen mehrheitlich zugänglich für neue Technologien.

Überraschenderweise sehen rund 80 Prozent die Rolle der Medien als positiven Einfluss für Innovationen, da sie dem Thema sehr offen und zugänglich wären. Nicht ganz so überraschend ist die große positive Mehrheit für die Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen. Auch das Marketing der Unternehmen leistet laut dem Umfrageergebnis von 63,2 Prozent entscheidenden Beitrag zum Aufbau von Vertrauen und Markenbindung der Kunden. Dazugehört die Einbindung von interdisziplinären Projektteams, die Innovationseinführungen auf multiplen Ebenen optimieren. Public Relation wurde lediglich von 35 Prozent aller Befragten in den Fokus gerückt. Als externe Faktoren wurden allerdings die deutsche Kommunikations- und Verkehrsinfrastruktur als innovationsförderlich bewertet.

Das Ergebnis der Befragung zeichnet ein Bild, nachdem die befragten Unternehmen versuchen, die starren Rahmenbedingungen von Politik und Behörden durch Management und Marketing kompensieren.

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