Weltbank warnt vor Crash in China

Nach dem IWF hat nun auch die Weltbank ihre Wachstumsprognose für China deutlich nach unten gesenkt. Sowohl die Krise in Europa als auch die schwierige Lage der US-Wirtschaft stellen ein großes Risiko für China dar. Der Abwärtstrend könnte sich sogar noch beschleunigen.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Aktuell: Vor Merkel-Besuch: Athen wird zur Festung

Nicht nur, dass der derzeitige Konflikt mit Japan um die Inselgruppe Senkaku die Investitionsfreude in die chinesische Wirtschaft bremst (hier), auch die andauernde Krise in Europa gefährdet zunehmend das chinesische Wachstum. Immerhin ist Europa Chinas wichtigster Handelspartner und das Zugpferd Europas, Deutschland, steht ebenfalls vor etlichen Herausforderungen (mehr hier). Nach dem IWF hat nun auch die Weltbank ihre Wachstumsprognose für China nach unten korrigiert.

So geht die Weltbank für 2012 nur mehr von einem Wachstum von 7,7 Prozent aus – im Mai rechnete diese noch mit 8,2 Prozent. Die Prognose für das kommende Jahr wurde ebenfalls von 8,6 auf 8,1 Prozent nach unten korrigiert. „Der Abschwung in China sei in diesem Jahr deutlich gewesen“, so die Weltbank in ihrem Bericht zu Ostasien und dem Pazifikraum. „Einige fürchten, dass er sich noch beschleunigen könnte“. Erst im zweiten Quartal war das chinesische Wachstum auf ein 3-Jahres-Tief von 7,2 Prozent gefallen, was zu einer Konjunkturankurbelung durch die chinesische Regierung führte (hier).

Aber nicht nur in China, auch in anderen Ländern in Ostasien und in der Pazifikregion verlangsame sich die Wirtschaft in diesem „fragilen äußeren Umfeld“, so die Weltbank. Neben der Schuldenkrise wird auch die weitere Entwicklung in den USA zu einer Zuspitzung in Asien führen. Ende des Jahres sollen hier Einsparungen bei Steuern und Ausgaben in Kraft treten.

Weitere Themen

Italien: Staatshaushalt wurde trotz hoher Steuern nicht saniert
Slowenien will durch Sparpaket dem Bailout entgehen
Durch die Hintertür: Van Rompuy möchte Zugriff auf deutsche Spareinlagen

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick