Nun doch genügend Unterstützung: Transaktionsteuer kann umgesetzt werden

Eine europäische Transaktionssteuer kann nun doch umgesetzt werden. Beim Treffen der EU-Finanzminister sprachen sich heute 11 Länder für eine neue Steuer aus. Vor allem die Zusage von Italien und Spanien haben den Weg dafür freigemacht. Noch sind allerdings längst nicht alle Details geklärt.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Aktuell: Live: Merkel in Athen

Der Vorschlag einer Finanztransaktionssteuer hat überraschend doch noch genügend Unterstützer unter den EU-Mitgliedern gefunden. Der Initiative von sieben Staaten – darunter Deutschland und Frankreich – haben sich heute weitere vier Länder angeschlossen. Die Besteuerung von Finanztransaktionen kann nun theoretisch eingeleitet werden. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Nachdem sich nun auch Spanien und Italien sowie die Slowakei und Estland für eine Transaktionssteuer ausgesprochen haben, ist die nötige Unterstützung erreicht. Die Steuer soll im Rahmen einer verstärkten Zusammenarbeit umgesetzt werden.

Trotz der überraschend breiten Zustimmung bremst der zuständige EU-Kommissar die Euphorie: „Ich möchte diejenigen, die sich mündlich dafür ausgesprochen haben daran erinnern, dass sie den Antrag auf eine verstärkte Zusammenarbeit auch schriftlich stellen müssen. Nur wenn wir neun oder mehr formelle Briefe erhalten, wird der Prozess starten“, sagte der EU-Kommissar für Steuern, Algirdas Semeta.

Eine tatsächliche Zusammenarbeit könnte noch an den Differenzen zwischen den Mitgliedsländern über Details der Steuer scheitern. So sind sich etwa Deutschland und Frankreich nicht einig darüber, wie hoch die Transaktionssteuer genau angelegt werden soll. Auch darüber, wofür die Einnahmen daraus verwendet werden sollen, konnten sich Frankreich und Deutschland noch nicht einigen.

Mehr Themen:
Druck auf Griechenland: Umsetzung von 89 Sparmaßnahmen in nur zehn Tagen
Euro-Finanzminister geben Startschuss für ESM
Schäuble: Spanien braucht kein Rettungspaket

Weitere Themen

Zypern: Ratingagentur stuft Anleihen als hochspekulativ ein
Alexis Tsipras verurteilt Merkels Politik in öffentlichem Brief
Großbritannien will nicht sparen

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***


media-fastclick media-fastclick