Trotz Krise: EU-Kommission will Beitritt von Kosovo und Albanien

Die Balkanländer Albanien und Kosovo haben laut Erweiterungsbericht der EU-Kommission guten Chancen zu EU-Beitrittskandidaten aufzusteigen. Der marode Zustand der Volkswirtschaften beider Länder hat anscheinend auf die Entscheidung wenig Einfluss.

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Der am Mittwoch erschienene jährliche EU-Erweiterungsbericht der EU-Kommission empfiehlt, Kosovo und Albanien im EU-Beitrittsverfahren aufzuwerten. Dies berichtet der Euobserver.

Zwischen dem Kosovo und den EU-Ländern wird von der EU-Kommission zunächst ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA) vorgeschlagen. Dabei wird das Land immer noch von 5 EU-Ländern nicht anerkannt. Darin sieht die EU-Kommission keinerlei Schwierigkeiten, da es auch Verträge zwischen der EU und den nicht allgemein anerkannten Ländern Taiwan und Hong Kong gäbe. Mit der Akzeptanz der EU-Länder wären die SAA- Verhandlungen mit dem Kosovo möglich.

Albanien wird direkt als Beitrittskandidat vorgeschlagen. Allerdings werden laut Bericht für Albanien die Auflagen als EU-Beitrittskandidat gemacht, seine Rechtsreformen durchzusetzen und die organisierte Kriminalität in den Griff zu kriegen. Augenmerk liegt auch auf der mangelnden Disziplin im Parlament. EU-Kommissar Stefan Fuele bemerkt dazu, dass die Wahlen im kommenden Jahr dabei entscheidend sein werden.

Bei diesen Bewertungen scheint die prekäre wirtschaftliche Situation des Landes mit einem wirtschaftlichen Wachstum von 0,5 Prozent außen vor zu stehen (mehr hier). Auch die wirtschaftliche Situation des Kosovo mit einer Arbeitslosenquote über 45 Prozent und einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,8 Prozent bei einem ProKopf- BIP von 3592.60 US-Dollar (Weltbank), ist ausbaufähig. Die EU-Länder entscheiden über die Empfehlungen der EU-Kommission im Dezember.

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