USA: Sprunghafte Verschlechterung auf dem Arbeitsmarkt

In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe kräftig gestiegen und liegt auf dem höchsten Stand seit vier Monaten. Dies bedeutet weiteren Gegenwind für Präsident Barack Obama, der um seine Wiederwahl kämpft.

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Nach den am Donnerstag veröffentlichten Daten des Arbeitsministeriums kletterte die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 46.000 auf saisonbereinigt 388.000. Das ist der höchste Wert seit vier Monaten. Die neuen Zahlen kommen überraschend, da sie noch in der Vorwoche auf dem niedrigsten Stand seit viereinhalb Jahren gelegen hatten. Hoffnungen auf eine Aufhellung am Arbeitsmarkt haben sich somit als falsch erwiesen.

Erst vor kurzem stieg die Zahl der US-Bürger, die auf Essensmarken angewiesen sind auf ein neues Rekordhoch (hier). Und auch die schlechten Aussichten für die amerikanische Wirtschaft (hier) bringen den Präsidenten in Erklärungsnot. Im Gegensatz zum Anstieg der Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist die offizielle Arbeitslosenquote vergangene Woche überraschend gesunken. Allerdings wurde der US-Regierung in Bezug auf die Arbeitslosenstatistik vorgeworfen, diese absichtlich manipuliert zu haben (mehr hier).

In der Endphase des Präsidentschaftswahlkampfes sind dies äußerst schlechte Nachrichten für Präsident Barack Obama. Sie spielen in die Taschen seines Herausforderers Mitt Romney, der die Wirtschaftspolitik der derzeitigen Regierung stetig kritisiert (wie zuletzt im TV-Duell – mehr hier). In der Nacht zum Dienstag treffen die beiden im dritten und letzten TV-Duell aufeinander.

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