Ernüchterung im Markt: Zinsen für Spanien-Bonds steigen wieder

Nach dem Downgrade spanischer Banken und Regionen und den äußerst schlechten Wirtschaftsdaten aus Spanien sind die Zinssätze für kurzfristige Anleihen des Landes wieder gestiegen. Innerhalb eines Jahres sank die wirtschaftliche Aktivität um 1,7 Prozent.

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Der so genannte Draghi-Effekt ist angesichts der bisherigen Bemühungen der EZB, in die Schuldenkrise aktiv (zum Leid der Steuerzahler – hier) einzugreifen, schon verpufft, bevor er wirklich einsetzen konnte. Zu offensichtlich sind die sich mehrenden, schlechten Nachrichten aus Spanien. Bei der heutigen Auktion von kurzfristigen Anleihen sind die Zinssätze wieder gestiegen. So kletterte die Rendite für sechsmonatige Anleihen von 1,203 auf 1,41 Prozent. Lediglich bei den emittierten Bonds mit einer Laufzeit von 3 Monaten gingen die Zinssätze auf  2,023 Prozent zurück. Allerdings werden diese aufgrund ihrer sehr kurzen Laufzeit als nicht risikoreich eingeschätzt – und die Anleihen werfen mehr Rendite ab, als beispielsweise deutsche mit ähnlicher Laufzeit.

Wie sich die Situation für spanischen Anleihen wieder ins Negative kehrt, ist aber auch am Anleihenmarkt deutlich bei den zehnjährigen Papieren zu sehen. Zwischenzeitlich kletterte hier die durchschnittliche Rendite von 5,297 auf 5,57 Prozent. Auch die Zinssätze für zwei- und fünfjährige Bonds zogen an.

In der Nacht von Monatg auf Dienstag stufte Moody’s nach den spanischen Banken auch fünf spanische Regionen herab (hier). Ein Großteil dieser ist bereits auf Staatshilfe angewiesen (hier). Zudem gab es aber auch schlechte Nachrichten von Seiten der spanischen Bank. Diese teilte mit, dass die spanische Wirtschaft im dritten Quartal um 0,4 Prozent zurückgegangen ist. Damit ist die wirtschaftliche Aktivität derzeit 1,7 Prozent geringer als noch vor einem Jahr. Die Aussage Angela Merkels, Spanien mittels des ESM keine Schulden zu erlassen, hat ebenfalls zu diesem Trend unter den Investoren beigetragen (mehr hier).

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