Nobelpreisträger protestieren: EU will Budget für Forschung kürzen

In einem offenen Brief fordern 47 Spitzenwissenschaftler die EU auf, das Budget für Forschung und Entwicklung im Rahmen der Sparmaßnahmen nicht zu kürzen. Europa könne es sich nicht leisten, seine besten Forscher und Professoren zu verlieren, heißt es.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

„Europa, rette die Wissenschaft!“, fordern 42 Nobelpreisträger und fünf Preisträger der Fields-Medaille für Mathematik in einem offenen Brief an die EU, der in mehren Zeitungen, wie der Gazeta Wyborcza und der Irish Times veröffentlicht wurde. Die EU kämpft derzeit mit der Genehmigung des neuen Budgets für 2014 bis 2020 (unter anderem Großbritannien fordert weitere Einsparungen – hier).

Der neue Haushalt sieht etwa 80 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung vor. Der Sondergipfel Ende November könnte jedoch zu weiteren Einsparungen in diesem Bereich in Höhe von fast 15 Milliarden Euro führen. Dies versuchen die Wissenschaftler nun zu verhindern. Europa könne es sich nicht leisten, seine besten Forscher und Professoren zu verlieren, heißt es in dem Brief. Die Umwandlung des Wissens in neue innovative Produkte, Dienstleistungen und Industrie „ist der einzige Weg, um Europas Wettbewerbsfähigkeit sowohl in der heutigen, sich schnell verändernden globalen Welt sowie langfristigen Wohlstand in der Zukunft zu gewährleisten.“

Im Falle einer „erheblichen Reduktion“ des EU-Budgets für Forschung, riskiere man, eine talentierte Generation von Wissenschaftlern zu verlieren. Und das in einer Zeit, da sie „Europa am meisten braucht“, warnen die Wissenschaftler. Diese würden dann ins außereuropäische Ausland abwandern.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick