Krise erreicht Lufthansa: Massiver Jobabbau droht

Die größte deutsche Luftlinie muss weitere Sparmaßnahmen durchsetzen und Stellen streichen. Die Gewinnmarge ist nach drei Quartalen zu gering, um die Zukunft des Unternehmens sichern zu können. Durch hohe Treibstoffpreise und rückgängige Buchungen muss der Gürtel bei Lufthansa enger geschnallt werden.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Bei Lufthansa drohen der Belegschaft weitere Entlassungen. Die Luftlinie konnte in den ersten neun Monaten nur einen Gewinn von 3,1 Prozent erwirtschaften. „Mit der Marge können wir auf die Dauer die Zukunft des Unternehmens nicht sichern“, sagte Konzern-Chef Christoph Franz. Einem Bericht von Reuters zufolge werden zahlreiche Jobs daher nach einer neuen „Kostensenkungsrunde überflüssig“.

Bisher war bekannt, dass Lufthansa bis Ende des Jahres 34 Flugzeuge weniger einsetzen wollte, was auch rund 2.000 Flugbegleiter und 500 Piloten weniger bedeutet. Unter anderem soll ein Einstellungsstopp dies erreichen, wie mit den übrigen Lufthansa-Bechäftigten im Zuge dessen umgegangen werde soll, wird derzeit mit der Gewerkschaft Ufo debattiert.

Aufgrund der unsicheren Aussichten für das vierte Quartal werde der Lufthansa zufolge aber auch das Sitzplatzangebot reduziert. Die Kapazitäten sollen statt um 2,5 nun um 3 Prozent gekürzt werden. Eine weitere Reduzierung sei aber durchaus möglich, so Christoph Franz. „Das hätte auch entsprechende Folgen für die Arbeitsplätze, was sich leider nicht vermeiden lässt.“ Insgesamt ist geplant, in den kommenden Jahren allein in Deutschland 2.500 Verwaltungsjobs zu streichen, weltweit sollen es 3.500 sein.

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***


media-fastclick media-fastclick