TV-Marke Sharp erwartet ihren eigenen Untergang

Der japanische Elektronikkonzern Sharp fürchtet um seine Existenz. Niedrigere Preise für elektronische Haushaltsgeräte, ein starker Yen und asiatische Billigkonkurrenz setzen die japanische Elektronikfirma unter Druck.

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Sharp erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen Nettoverlust von 5,6
Milliarden US-Dollar. Darüber hinaus leidet der Konzern an einem
massiven Kapitalabfluss. Deshalb sucht der Elektronikriese händeringend
nach neuen Allianzen. Bereits im vergangenen Jahr musste Sharp einen
Nettoverlust von rund 4,9 Milliarden US-Dollar (396 Milliarden Yen) verbuchen.

Der Aktienkurs von Sharp stand in diesem Jahr dementsprechend massiv
unter Druck. Er verlor drei Viertel seines Wertes. Die Analysten von
Moody’s und Standard & Poor’s stuften die Kreditwürdigkeit des Konzerns
auf Ramschniveau herunter.

Die Elektronikfirma ergreift unterdessen mehrere Maßnahmen, um den Kopf
aus der Schlinge zu ziehen. So nahm Sharp eine Hypothek auf seinen
Hauptsitz auf und veräußerte Fabriken in Übersee. Die Mitarbeiter des
Konzerns müssen Lohnkürzungen oder Entlassungen hinnehmen. Das
Unternehmen rechnet damit, dass die Restrukturierungsmaßnahmen bis Juni
2013 wirken werden, so die FT.

Sharp reiht sich damit in die Liste der japanischen Technologiekonzerne
ein, die derzeit mit ernsten finanziellen Problemen zu kämpfen haben.
Auch Sony und Panasonic leiden unter dem Preisverfall von
Flachbild-Fernsehern und anderen elektronischen Haushaltsgeräten. Der
starke Yen verschärft die angespannte Situation. Außerdem setzt ihnen
die asiatische Billigkonkurrenz zu.

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