Zu wenig Bildung: In Österreich sinkt der Wohlstand

Der Wohlstandsindex in Österreich hat sich um zwei Plätze verschlechtert. Der größte Rückfall besteht im Bildungsbereich. Die USA schaffen es nicht einmal unter die ersten zehn. Die Verunsicherung der Menschen nimmt zu.

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Im internationalen Wohlstandsranking fällt Österreich um zwei Plätze zurück im Vergleich zum Jahr 2011. An der Spitze steht nach wie vor Norwegen, gefolgt von Dänemark und Schweden. Die USA schafften es nicht einmal unter die ersten zehn. Deutschland nimmt Platz 14 ein. Die Ranking-Organisatoren nehmen die Wirtschaftsleistung, die Unternehmensleistung, die Regierungsführung und die Qualität der Bildungsinstitutionen genau so unter die Lupe wie die Bereiche Gesundheit und Sicherheit der Länder.

Das Legatum Institute in London misst den Wohlstand der Länder durch die Untersuchung verschiedener Teilbereiche wie Wirtschaft und Bildung.

Das Legatum Institute in London misst den Wohlstand der Länder durch die Untersuchung verschiedener Teilbereiche wie Wirtschaft und Bildung.

Die Ziele des Wohlstandsranking sind einem Bericht von Die Presse zufolge die Abdeckung von mehr als 96 Prozent der Weltbevölkerung und fast 100 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsproduktes. Den Ergebnissen des Legatum Instituts zufolge sei zwar der Wohlstand der Länder insgesamt leicht gewachsen, die Menschen fühlten sich jedoch unsicherer. In Europa ist die Unsicherheit mit den Auswirkungen der Schuldenkrise eng verstrickt. Trotzdem schafften es sieben europäische Länder unter die ersten zehn. Nur Australien (4. Platz), Neuseeland (5. Platz) und Kanada (6. Platz) sind zusätzlich noch in dieser Spitzengruppe vertreten.

Im Bereich der Wirtschaft fielen die meisten europäischen Staaten erwartungsgemäß am weitesten zurück. Verantwortlich für die Rückstufung Österreichs ist jedoch der Bildungssektor, der insgesamt auf Platz 24 liegt und um sieben Plätze schlechter bewertet wurde als im Vorjahr. Im Bereich der persönlichen Freiheit gewann Österreich aber vier Plätze hinzu und liegt im internationalen Ranking auf Platz 21.

Besorgniserregend ist die Vergrößerung des Ost-West-Gefälles. Viele ehemalige Sowjetstaaten sind jenseits des 30. Rangs anzufinden. Die europäischen Schlusslichter sind Albanien (84. Platz), Moldawien (92. Platz) und Bosnien-Herzegowina (99. Platz). Den größten Absturz hat aber Griechenland zu verkraften, was insgesamt 10 Plätze verlor und auf Platz 49 abgerutscht ist. Italien hat seit 2009 16 Plätze verloren und befindet sich auf Platz 36.

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