Griechenland: Demonstranten stürmen Gesundheitsministerium

Tausende Angestellte im öffentlichen Dienst sollen im kommenden Monat für ein Jahr in die Arbeitsreserve geschickt werden. Das Finanzminsiterium macht Druck: Die Vorgesetzten in den staatlichen Institutionen müssen entsprechende Namenslisten ausgewählten Angestellten anfertigen. Sonst droht ihnen selbst eine Gehaltskürzung.

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Die Proteste bezüglich der Sparmaßnahmen in Griechenland gehen unvermindert weiter. Am Montag demonstrierten Mitarbeiter der Gemeinde und Staatsbedienstete landesweit gegen die so genannte „Arbeitsreserve“. Aus Wut über diese Maßnahmen besetzten Angestellte das griechische Gesundheitsministerium und das Ministerium für Landwirtschaft, berichtet keeptalkinggreece.

Am kommenden Monat sollen tausende Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst, in den Gemeinden, an Universitäten, Ministerien und anderen staatlichen Organisationen, mit lediglich 75 Prozent ihres Gehalts für ein Jahr nach Hause geschickt werden. Im Anschluss daran werden sie entweder bei Bedarf wieder einen Arbeitsplatz in der öffentlichen Verwaltung erhalten oder entlassen.

Die Verantwortlichen der jeweiligen Abteilungen und Institutionen sollen dem Finanzminister entsprechende Listen mit den Namen derer vorlegen, die in die Arbeitsreserve geschickt werden sollen. Weigern sich die Verantwortlichen eine solche Liste zu erstellen, werde ihr Gehalt um 25 Prozent gekürzt. Bisher haben von den 325 Gemeinden aber lediglich 35 entsprechende Listen an das Finanzministerium gesandt. Medienberichten zufolge sollen insgesamt um die 25.000 Angestellte 2013 in die Arbeitsreserve geschickt werden.

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