Islamistische Hacker nehmen israelische Groupon-Website als Geisel

Im Krieg um den Gaza greifen die Parteien auch zu allen Mitteln der Propaganda. Die israelische Armee schaltet Werbung auf Facebook, pro-palästinensische Hacker legen reihenweise Websites lahm.

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Die gehackte Website von Groupon Israel.

Die gehackte Website von Groupon Israel.

Der Krieg im Nahen Osten entwickelt auch absurde Seiten, weil die Propaganda-Maschien auf Hochtouren läuft. So gerät dann auch mal schnell ein Unschuldiger zwischen die Fronten: Eine islamistische Hackergruppe hat die israelische Website des Schnäppchen-Portals Groupon gehackt. Mit Groupon versuchen unter anderem die deutschen Samwer-Brüder Geld zu verdienen. Das Portal bietet Schnäppchen an und lebt vom Motto: Je billiger, desto besser. Auf der Seite findet sich statt günstiger Einkausmöglichkeiten nun billige Kampfparolen, allerdings in durchaus üblem Stil. Den israelischen Soldaten wird so ziemlich alles angedroht, sollte es tatsächlich zu einem Einmarsch in den Gaza Streifen kommen.

Israel wiederum schaltet Werbung auf Facebook. Im Facebook Newsfeed finden sich Einschaltungen des israelischen Außenministeriums, die die Positionen Israels über das Internet in die Welt bringen sollen.

Werbebanner des israelischen Außenministeriums auf Facebook.

Werbebanner des israelischen Außenministeriums auf Facebook.

Die reale Auseinandersetzung geht dagegen mit unverminderter Härte weiter: Fast 100 Tote hat der Krieg bereits im Gaza-Streifen gefordert. Auch die Hamas denkt offenbar noch nicht an ein Einlenken: der Süden Israels stand auch am Montag unter Raketenbeschuss.

Die internationale Gemeinschaft versucht zu vermitteln, ist aber mit diesen Bemühungen bisher nicht weiter gekommen (hier).

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