Terror-Verdacht: US-Behörden verhaften Designer, weil er zu große Schuhe und eine verrückte Uhr trug

Ein kalifornischer Designer wurde am Flughafen Oakland verhaftet, als er mit einer Uhr an Bord eines Flugzeuges gehen wollte, die mit Kabeln und ungewöhnlichen Knöpfen versehen war. Der Mann trug außerdem Schuhe, die nicht der Vorstellung der amerikanischen Sicherheitsbehörden entsprachen. Sein exzentrisches Outfit brachte den Mann für mehr als 24 Stunden ins Gefängnis.

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Das ist nicht Hugh Grant, sondern der kalifornische Designer Geoffrey McGann . Sein Outfit entspricht nicht den US-Normen. Eine verrückte Uhr bescherte ihm den Terrorismus-Verdacht und 24 Stunden im Gefängnis.

Das ist nicht Hugh Grant, sondern der kalifornische Designer Geoffrey McGann . Sein Outfit entspricht nicht den US-Normen. Eine verrückte Uhr bescherte ihm den Terrorismus-Verdacht und 24 Stunden im Gefängnis.

Amerika bleibt das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Allerdings nicht mehr in dem Sinn, dass jeder Bürger nach seiner Facon selig werden darf, sondern in polizeilicher Hinsicht: Auf dem Flughafen von Oakland wurde der 49-jährige Geoffrey McGann festgenommen, als er mit einer ausgesprochen ungewöhnlichen Uhr durch die Sicherheitskontrolle ging: Die Uhr hatte verschiedene Kabel, Schutzvorrichtungen und Schalter eingebaut. Außerdem trug er UGG-Boots, die zwei Schuhgrößen größer waren als seine Füße und mehrere Einlagen hatten. Die Sicherheitsbehörden fühlten sich an den Schuhbomber Reid errinnert, der ähnliche Schuhe getragen haben soll.

McGann ist Creative Director bei einer kalifornischen Agentur. Er gab an, dass es sich bei der Uhr um ein Kunstwerk handele. Die Behörden stellten bei der Untersuchung fest, dass die Uhr keinen Sprengstoff enthielt. Dennoch wurde McGann mehr als 24 Stunden in Haft gehalten. Erst nachdem die amerikanischen Medien über den Fall berichteten, wurde eine geplante Anklage gegen den Mann fallengelassen. Der Sicherheitsbereich wurde gesperrt, alle Flüge hatten zum Teil zwanzig Minuten Verspätung.

Interessant war die Begründung der Behörden: Der Mann habe sich „auffällig“ verhalten, weil er die Uhr in einen Plastikbehälter bei der Sicherheitskontrolle gab und danach seine Jacke über die Uhr legte. Er hatte nur Handgepäck eingecheckt. Weiters machte ihn verdächtig, dass er ein Militär-T-Shirt mit einer Binde zum von Abbinden von Blut (bekannt von jeder Blutabnahme) trug. Die Behörden gaben an, dass es nicht ausreiche, keinen Sprengstoff zu besitzen, um unverdächtig zu sein: Es könnte sich um einen Testlauf gehandelt haben, mit dem McGann einen Terroranschlag vorbereitet haben könnte.

Hätten die aufmerksamen Cops jedoch gleich auf der Website der Agentur nachgeschaut – sie hätten tatsächlich Gründe für die sofortige Deportation des Mannes nach Guantanamo Bay gefunden. McGann hat bereits Kampagnen für Amnesty International, die Aids-Hilfe und für ein drogenfreies Amerika gestaltet.

Besonders der letzte Punkt macht McGann in höchstem Maß verdächtig: Es ist nämlich durchaus vorstellbar, dass sich militante Drogenabhängige für ein drogenfreies Amerika starkmachen, um von ihrer Sucht abzulenken. Spätestens die Blutbinde müsste den Behörden klargemacht haben, dass es sich hier um einen gefährlichen HIV-Infizierten gehandelt haben könnte, der vermutlich irgendwann einen Terroranschlag durch massive Fremdinfizierung geplant haben könnte.

Die Lehre für alle Flugreisenden in den USA: Lesen Sie Ihre Uhr niemals unter die Jacke. Setzen Sie sich am besten auf eine Uhr von Audemars Piguet oder Breitling, wie sie von den Investment-Bankern an der Wallstreet gerne getragen wird. Und ziehen Sie stets Schuhe an, die am besten eine Schuhgröße kleiner sind als Ihr Fuß. Die Blutblasen sollten Sie wegen der schnelleren Weiterreise unbedingt in Kauf nehmen.

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