Juncker: „Griechenland hat geliefert“, Tranche soll ausgezahlt werden

Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker und IWF-Chefin Christine Lagarde sind zuversichtlich über die Auszahlung einer weiteren Hilfstranche für das bankrotte Griechenland. Wie hoch der Betrag auch ausfällt, der größte Anteil des Geldes landet nicht bei den Griechen, sondern bei den Banken.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Aktuell: EU-Verschwendung kostet Deutschland 30 Milliarden

Die Eurogruppe steht offenbar kurz vor einer Einigung über die Auszahlung einer weiteren Hilfstranche an Griechenland. EU-Währungskommissar Olli Rehn, IWF-Chefin Christine Lagarde und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sind zuversichtlich, dass bald eine Einigung gefunden wird und Griechenland somit dem drohenden Staatsbankrott wieder einmal knapp entgeht.

Die Eurogruppe ist sich einig, eine weitere Hilfszahlung an Griechenland steht anscheinend kurz bevor. (v.l.n.r.: Christine Lagarde, Jean-Claude Juncker und Olli Rehn, Foto: consilium)

Die Eurogruppe ist sich einig, eine weitere Hilfszahlung an Griechenland steht anscheinend kurz bevor. (v.l.n.r.: Christine Lagarde, Jean-Claude Juncker und Olli Rehn, Foto: consilium)

Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker sagte einem Bericht von Kathimerini zufolge: „die Chancen stehen gut, dass wir zu einer abschließenden, gemeinsamen Lösung kommen werden“. Es sei klar, dass Griechenland die notwendigen Reformen und Sparmaßnahmen „geliefert“ habe, die von der internationalen Gemeinschaft und der Troika gefordert worden waren.

Von dem Streit zwischen IWF und EU über den Sparplan Griechenlands hielten sich die Europapolitiker fern.  Die Schuldentragfähigkeit werde derzeit von den EU-Ministern überprüft und es soll „eine ausreichende Anzahl brückenbildender Elemente“ gefunden werden, die „den IWF zufrieden stellen“, sagte Juncker. Im Vorfeld des Gipfels gab es Streit über die Frist, in der Griechenland seine Verschuldung reduzieren sollte (mehr hier). Hinter vorgehaltener Hand wurde sogar ein weiterer Schuldenschnitt nicht ausgeschlossen (hier).

Wie hoch der Betrag für die nächste Hilfstranche ausfallen soll, ist  noch nicht beschlossen. Letzte Meldungen gehen von 44 Milliarden Euro aus (hier). Der größte Teil dieses Geldes wird jedoch nie bei den Griechen ankommen, sondern an die griechischen Banken weitergeleitet, die davon ihre Gläubiger bezahlen.

Weitere Themen:

US-Banken fürchten Crash und drucken sich selbst Geld
Deals à la Goldman: Monti will italienische Unternehmen an Katar verkaufen
Deutsche Bank-Mann Mayer: Euro-Zone wird geteilt

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick