Auch Österreichs Gold lagert im fernen London

An den 280 Tonnen Gold in Großbritannien verdient Österreich jährlich 300 Millionen Euro. Ein kleiner Teil der Goldreserven des Landes befindet sich in der Schweiz.

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Der Vize-Gouverneur der Österreichischen Nationalbank, Wolfgang Duchatczek, gab bei der heutigen Sitzung dem Parlament Auskunft über die Goldreserven des Landes. So seien 80 Prozent der insgesamt 280 Tonnen in Großbritannien geparkt. Österreich halte dagegen nur 17 Prozent des Edelmetalls im eigenen Land. Drei Prozent liegen bei Schweizer Banken. Die Reserven seien seit 2007 konstant geblieben, teilte Duchatczek mit.

Steigende Goldpreise bedeuten steigenden Einnahmen für Österreich. Rund 80 Prozent des Goldbestandes lagert in Großbritannien und bringt Österreich pro Jahr etwa 300 Millionen Euro ein. (Foto: DWN)

Steigende Goldpreise bedeuten steigenden Einnahmen für Österreich. Rund 80 Prozent des Goldbestandes lagert in Großbritannien und bringt Österreich pro Jahr etwa 300 Millionen Euro ein. (Foto: DWN)

Durch den Verleih des Goldes an britische Banken verdiene Österreich pro Jahr 300 Millionen Euro. Das Land kann auch im kommenden Jahr auf einen steigenden Goldpreis hoffen (hier). So glaubt die Investmentbank Goldman Sachs, dass die Preise 2013 weiter ansteigen werden. Das Management von Merrill Lynch rechnet damit, dass der Goldpreis für eine Feinunze dann die 2.000 Dollar-Marke knacken wird. Momentan notiert der Goldpreis bei rund 1.700 Dollar.

Zwei Drittel der deutschen Goldbestände lagern ebenfalls im Ausland. Allerdings muss die Bundesbank diese nun prüfen – ein Teil  der Reserven soll zudem wieder nach Deutschland geholt werden (hier). Die Bundesbank hält trotz heftiger Kritik die Goldreserven im Ausland für sicher (hier), Ecuador hingegen nicht (das Land holt sein Gold aus den USA wieder zurück (mehr hier).

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