Zukunftsbranche Rüstung: Deutschland will mehr EADS-Anteile kaufen

Insgesamt will die deutsche Regierung über die Staatsbank KfW Anteile in Höhe von 12 Prozent am Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS erwerben. Drei Prozent sollen von der französischen Regierung gekauft werden. Daimler ist hierbei der Verlierer.

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Die deutsche und die französische Regierung haben sich im Streit über die Anteile am Luft- und Raumfahrtkonzern EADS nun auf ein neues Modell geeinigt. Infolgedessen soll die  deutsche Staatsbank KfW ein Aktienpaket von drei Prozent von Frankreich kaufen, berichtet das Handelsblatt mit Verweis auf Regierungskreise. Der französische Anteil an EADS sinke dann auf zwölf Prozent. Damit legen die Regierungen einen monatelangen Streit über die Anteilsstruktur an dem Konzern nieder (hier). Die KfW sei von der Bundesregierung schon mit dem Kauf der Aktien beauftragt worden. Darüber will der Bund über die KfW auch 7,5 Prozent der Anteile der deutschen Investorengruppe Dedalus erwerben.

Insgesamt will Deutschland einen zwölf-prozentigen-Anteil bei EADS erreichen. So müsste die Bundesregierung zusätzlich zu den nun vereinbarten Ankäufen nur noch 1,5 Prozent von Daimlers Anteil erwerben. Mit 15 Prozent ist Daimler Großaktionär bei EADS, will aber die Hälfte seiner Anteile veräußern. Reduziert die Bundesregierung den Kauf der Daimler-Anteile müsste das Unternehmen versuchen, seine Anteile am freien Markt zu verkaufen. Damit würde letztlich die staatlich finanzierten Rettungsmaßnahme für Daimler sinken (hier).

Nach dem neuesten Modell kämen die deutsche und die französische Regierung jeweils auf einen Anteil von zwölf Prozent beim Rüstungskonzern. Derzeit sitzt der Bund mittels der KfW noch nicht im Aktionärskreis von EADS. Die KfW ist zwar beauftragt, Anteile zu kaufen, besitze aber noch keine, bestätigte das Bundespresseamt den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Es handele sich um einen Einstieg der KfW bei EADS. Man befinde sich noch in den laufenden Verhandlungen, in „engen, intensiven Gesprächen“. In den nächsten Wochen werden die Ergebnisse offiziell mitgeteilt. Eine Bestätigung des neuen Modells wollte das Bundespresseamt nicht geben. Der größte Anteil an dem Konzern liegt bei privaten Investoren aus Frankreich und Deutschland. Spanien hält einen Anteil von fünf Prozent.

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