Proteste in Brüssel: Heftige Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Milchbauern

2.500 Bauern protestierten in Brüssel gegen zu niedrige Milchpreise. Strohballen wurden angezündet und die Bauern sprühten 15.000 Liter Milch in Richtung EU-Parlament. Die Polizei reagierte mit Tränengas und Gummiknüppeln.

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Bauern aus unterschiedlichen EU-Ländern haben am Montag in Brüssel vor dem EU-Parlament für höhere Milchpreise protestiert. 2.500 Teilnehmer waren mit etwa 1.000 Traktoren gekommen. Derzeit liegt der durchschnittliche Preis pro Liter Milch bei 30 Cent. Die Bauern fordern mindestens eine Preiserhöhung um 25 Prozent.

Nachdem einige Strohballen brannten, versprühten die Demonstranten 15.000 Liter in Richtung EU-Parlament. Vor dem Parlament hatte die Polizei zwar zudem Barrikaden aus Stacheldraht aufgebaut, dennoch kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den Beteiligten. Einige Demonstranten warfen Feuerwerkskörper und Eier. Die Polizei setzte Tränengas und Gummiknüppel ein. „Wir wollen faire Milchpreise, die unsere Kosten decken“, sagte Sepp Mayer den euronews. Der Veranstalter der Protestaktion, das European Milk Board, beklagt, tausende von Bauern wurden seit 2009 bereits gezwungen, ihr Geschäft aufzugeben und weitere liefen Gefahr das gleiche Schicksal zu teilen, wenn die Agrarpolitik sich nicht ändere.

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