Citi: Griechenland scheidet trotz Rettung 2013 aus dem Euro aus

Der neue Griechenland-Plan wird nichts an der Situation des Landes ändern. Sowohl Griechenland als auch die anderen Bailout-Kandidaten im kommenden Jahr Schwierigkeiten bei der Refinanzierung ihrer Schulden haben, analysiert die Citigroup. Selbst Italien wird demnach unter den Rettungsschirm flüchten müssen.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Die Regierungen der Euroländer „werden immer nur gerade so weit mit ihrer offiziellen Unterstützung gehen, wie es nötig ist“, um ein Auseinanderbrechen der Eurozone zu verhindern, bemerken die Analysten der Citigroup. 2013 werden viele Länder in Südeuropa massive Probleme mit der Refinanzierung ihrer Schulden haben. Griechenland wird der Citigroup zufolge sogar, trotzdem die Auszahlung der nächsten Tranche bereits von den Euro-Finanzministern beschlossen ist (hier), Ende des kommenden Jahres die Eurozone verlassen. Die Maßnahmen der EU-Politiker werden nämlich nie ausreichend genug sein, um „die Länder in der Peripherie auf den Weg einer nachhaltigen Finanzpolitik zurückzuführen“, schreibt Citi-Ökonom Michael Sanders in seinem Bericht. Das Ergebnis werde auch „ein Bailout für Italien und Spanien“ sein.

Zudem gehen die Analysten davon aus, dass letzendlich auch Restrukturierungen in Ländern wie Irland, Portugal, Zypern und Slowenien bis 2017 erfolgen werden. Letztlich sei zudem eine „Umschuldung in Griechenland unumgänglich“, selbst im Falle eines Euro-Austritts. Die Citigroup erwartet außerdem ein weiteres Jahr der Rezession in der Eurozone, was die Tragfähigkeit der Schulden für die südeuropäischen Länder weiter erschweren wird.

Für „zu optimistisch“ hält auch Vicky Redwood, Chefökonomin von Capital Economis, die ökonomischen Annahmen, auf denen die neuesten Schuldenprognosen beruhen. So könne es nur eine Frage der Zeit sein, „bis große Zweifel über die Zukunft des Rettungspaketes auftauchen und Griechenland wieder gegen die Wand fährt“, zitiert sie die CNBC aus einer Anleger-Notiz

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick