Bundesagentur erwartet 3 Millionen Arbeitslose und massive Kurzarbeit

Die Konjunkturschwäche trifft den deutschen Arbeitsmarkt immer stärker. Die Bundesagentur für Arbeit erwartet einen weiteren Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Die erhoffte Herbstbelebung bleibt aus.

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Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA) Frank-Jürgen Weise rechnet nach dem Jahreswechsel mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit. Bald sollen wieder mehr als drei Millionen Menschen ohne Job sein. Der Arbeitsmarkt hinkt der Wirtschaft immer knapp ein halbes Jahr hinterher. Die OECD hat das Wirtschaftswachstum für Deutschland entgegen den Prognosen der Kanzlerin deutlich herabgesetzt (mehr hier).

Der Chef der BA Frank-Jürgen Weise befürchtet eine Ausweitung der Arbeitslosigkeit auf dem „robusten” deutschen Arbeitsmarkt. (Foto: BA)

Der Chef der BA Frank-Jürgen Weise befürchtet eine Ausweitung der Arbeitslosigkeit auf dem „robusten” deutschen Arbeitsmarkt. (Foto: BA)

Die Arbeitslosenzahl stieg, wenn auch nur leicht, im November den achten Monat in Folge. Über die Wintermonate wird erwartet, dass sich dieser Trend fortsetzt. Der Arbeitsmarkt reagiere aber dennoch „robust“, so Weise einem Bericht von Reuters zufolge. Die erhoffte Herbstbelebung ist dennoch bislang ausgeblieben.

Die nachlassende Dynamik soll über das Modell der Kurzarbeit aufgefangen werden. Vor allem in der Automobilindustrie sind die Werke schon länger nicht mehr voll ausgelastet (hier). Auch im Maschinenbau wird die Kurzarbeit mehr an Bedeutung gewinnen. Voraussichtlich werde sich das Das Volumen der Kurzarbeit im nächsten Jahr von rund 60.000 auf mehr als 200.000 Beschäftigte nahezu vervierfachen.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen signalisierte, notfalls die Regelungen für die Einführung von Kurzarbeit in den Betrieben lockern zu wollen, will aber noch nichts überstürzen. Gewerkschaften fordern eine Verlängerung der Bezugsdauer im Falle von Kurzarbeit. So solle Kurzarbeitergeld bis zu sechs Monate lang fortgezahlt werden können. „Wir sind hoch wachsam, aber es gibt keinen Grund für hektische Reaktionen“, sagte von der Leyen.

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