Griechische Banken verweigern Verkauf von Griechen-Bonds

Die Rückgabe der griechischen Anleihen zu 30 Prozent ihres Wertes ist für die Finanzinstitute nicht tragfähig. Hauptversammlungen müssten einberufen werden und der Steuerzahler würde dadurch nur noch mehr belastet.

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Das im Zuge des neuen Griechenland-Deals geplante Rückkauf-Programm griechischer Anleihen steht bereits vor dem Scheitern. Nach dem Schuldenschnitt im vergangenen Jahr wollen die Banken nicht noch einmal Verluste machen. Noch am Donnerstag wollen sie bei einem Treffen mit dem griechischen Finanzminister Stournaras ihren Widerstand deutlich machen. Die Verwaltung aller Geschäftsbanken verweist darauf, dass die Finanzinstitute unmöglich an einem Programm teilnehmen können, das zu einer finanziellen Ausbeutung der Aktionäre führt, so die griechische Zeitung Kathimerini.

Neben den rechtlichen Konsequenzen einer solchen freiwilligen Teilnahme am Rückkauf-Programm, erfordere eine solch schwere Entscheidung, die eine Änderung des Portfolios der Kreditgeber bedeuten würde, nicht nur eine Genehmigung der Verwaltungsräte. Hauptversammlungen müssten einberufen werden und das ist ein Prozess, der Zeit benötige und dessen Ausgang ungewiss ist, sagten Bank-Beamte.

Der EU-Plan sieht vor, dass der griechische Staat bereits ausgegebene Anleihen zu 30 Prozent ihres Wertes von den Banken zurück kauft. Das widerspreche der finanziellen Logik und käme einer weiteren Belastung der Steuerzahler gleich, so Bank-Beamte. Nicht noch einmal wollen die Finanzinstitute Verluste hinnehmen und im Gegenzug selbst finanzielle Probleme im Zuge der Rekapitalisierungen akzeptieren müssen. Andererseits gehen 23,6 Milliarden Euro der nächsten Hilfstranche an die griechischen Banken (hier).

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