Italien: Ex-Notenbankchef zu Haftstrafe verurteilt

Zweieinhalb Jahre Haft erwarten Antonio Fazio. Ihm wurde vorgeworfen, 2005 im Zuge der Übernahme der italienischen Bank Antonveneta nationale Bieter bevorzugt zu haben. Zwei weitere Beteiligte erhielten ebenfalls Haftstrafen.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Aktuell: EU-Kommission: Lohnsteuer in Europa ist viel zu hoch

2005 kam es in Italien zu einem handfesten Bankenskandal, in den auch der damalige Notenbankchef Antonia Fazio verwickelt war. Nun hat das italienische Kassationsgericht den ehemaligen Notenbankchef Fazio in letzter Instanz zu zweieinhalb Jahre verurteilt. Der ebenfalls ehemalige Chef des Versicherers Unipol, Giovanni Consorte, wurde zu 20 Monaten Haft und der Ex-Geschäftsführer der Banca Popolare Italiana (BPI), Giampiero Fiorani, zu einem Jahr Haft verurteilt.

Damals war es zu Unregelmäßigkeiten im Übernahmestreit der Antonveneta-Bank gekommen. Sowohl die Banca Popolare Italiana (BPI) als auch die niederländische Bank ABN Amro waren an Antonveneta interessiert. Ein mitgeschnittenes Telefonat belastete 2005 den Ex-Notenbankchef Antonia Fazia. Es machte deutlich, dass Fazio die italienischen Wettbewerber für Antonveneta unterstützte. Daraufhin folgte nicht nur ein Gerichtsverfahren, sondern auch sein Rücktritt als Notenbankchef.

Weitere Themen
Verdacht auf Steuerhinterziehung: Razzia bei der HypoVereinsbank
60 Milliarden Euro fehlen: Bank of England warnt vor neuer Bankenkrise
EU-Gericht: EZB-Deal mit Goldman und Athen muss geheim bleiben

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick