RSS

Das Rätsel der Fake-Profile: Wie groß ist Facebook wirklich?

Millionen gefälschter Facebook-Profile verzerren die wahre Größe des sozialen Netzwerks. Anleger fragen sich: Warum unternimmt Facebook nichts, um hier Klarheit zu schaffen?

Ihren XING-Kontakten zeigen
abo-pic

Anfang Oktober dieses Jahres verzeichnete Facebook 1,01 Milliarden monatlich aktive Nutzer, so genannte Monthly Active Users (MAUs) (hier). Juni 2011 waren es in Deutschland 20 Millionen Menschen. Eine Zahl, mit der Facebook bei seinen Kunden wirbt. Immerhin sind das die Nutzer, von denen Facebook sagt, dass sie die Unternehmen mit ihrer Werbung auf Facebook erreichen können. Immer mehr Unternehmen auch in Deutschland setzen auf Facebook und versuchen dort, mit eigens dafür angestellten Mitarbeitern oder engagierten Firmen Kunden zu binden beziehungsweise neue zu gewinnen. Die drei Firmen mit den weltweit meisten Facebook-Fans im September 2012 waren YouTube (62,62 Millionen), Coca Cola (50,51 Millionen) und die Schuhmarke Converse All Star (33,02 Millionen), so das Statistische Bundesamt.

Doch die große Zahl der von Facebook angegebenen über eine Milliarde monatlich aktiven Nutzer (Monthly Active Users – MAUs) weist einige Probleme auf. Als monatlich aktiver Nutzer werden nämlich die Facebook-User bezeichnet, die sich mindestens einmal im Monat auf ihrem Facebook-Account einloggen. Dafür müssen sie aber in keinster Weise aktiv sein. Kein Klick, keine Chatnachricht ist erforderlich, um als aktiv zu gelten. In Anbetracht der Tatsache, dass viele über ihr Smartphone den ganzen Tag bei Facebook angemeldet sind, ohne auch nur einmal tatsächlich auf die Seite zu schauen, eine sehr ungenaue Angabe für potentielle Werbekunden. Zumal Facebook selbst angibt, dass von der eine Milliarde monatlich, aktiver Nutzer etwa 604 Millionen dieser Nutzer über ihr Smartphones bei Facebook waren (Stand 30. September 2012 – hier).

Transparenz war noch nie die Stärke von Facebook. Anleger stellen die Frage, ob hinter dem Unwissen über gefälschte Profile eine Strategie stehen könnte.

Transparenz war noch nie die Stärke von Facebook. Anleger stellen die Frage, ob hinter dem Unwissen über gefälschte Profile eine Strategie stehen könnte.

Doch nicht nur die Smartphone-Nutzung verzerrt die eigentlichen erreichten monatlich aktiven Nutzer. Wie viele Karteileichen, also gefälschte Profile, unter dieser Milliarde Nutzer sind, dazu macht das Unternehmen nur vage Angaben. In seinem aktualisierten Zulassungsantrag schätzt Facebook Ende Juni, dass 4,8 Prozent der bis dato 955 Millionen Facebook-Konten, also 45,8 Millionenen, so genannte Doppel-Konten sind; Konten, die User neben ihrem Hauptkonto führen (zum Zulassungsantrag – hier). Darüber hinaus gebe es aber auch persönliche Nutzerprofile, die eigentlich von Unternehmen genutzt, aber nicht wie verlangt als Facebook-Seiten angelegt worden sind. Dies seien Schätzung Facebooks zufolge etwa 2,4 Prozent (22,9 Millionen) der als monatlich aktiv gzählten Nutzer-Profile. Die dritte Gruppe im Bunde der Fake-Profile sind die „unerwünschten Konten“. Facebook glaubt, diese würden etwa 1,5 Prozent (14,3 Millionen) der MAUs ausmachen. „Unerwünschte Konten“ sind diejenigen, die speziell zum Zwecke angelegt wurden, die Bestimmungen des Facebooks zu umgehen. Somit geht Facebook davon aus, dass von den Ende Juni gezählten 955 Millionen monatlich aktiven Nutzern, 8,7 Prozent gefälschte Nutzer-Profile sind. Das entsprach damals 83 Millionen Nutzern. Doch dies sind nur die veröffentlichten Schätzungen Facebooks. Die US-Investorin Janet Tavakoli geht davon aus, dass die Dunkelziffer noch deutlich höher ist (hier). Sie spricht von einem „schnell wachsenden Betrug“. Facebook könne gar nicht herausfinden, „ wie viele Profile Nachahmer, Betrüger sind oder welch andere Arten von Betrug laufen“, kritisiert Tavaloki.

Zwei Wege nutzt Facebook, um diese gefälschten Profile zu verhindern. Einerseits verweist das Unternehmen beim Erstellen eines Profils darauf, dass „Facebook-Nutzer (…) ihre wahren Namen und Daten“ angeben und dabei beispielsweise folgende Verpflichtungen eingehen: „Du wirst keine falschen persönlichen Informationen auf Facebook bereitstellen oder ohne Erlaubnis ein Profil für jemand anderen erstellen“, „Du wirst nur ein einziges persönliches Konto anlegen“ und „Wenn wir dein Konto sperren, wirst du ohne unsere Erlaubnis kein anderes erstellen“ (Richtlinien – hier). Letztlich ist dies jedoch eine freiwillige Verpflichtung der User – mehr als sperren kann Facebook die dagegen verstoßenden Profile nicht. Ein weiteres Mittel, diese Karteileichen zu umgehen, ist ein entsprechendes Team von mehr als 300 Mitarbeitern bei Facebook, das sich unter anderem mit diesem Thema befasst, erfuhren die Deutschen Wirtschafts Nachrichten aus Facebook-Kreisen. Diese Mitarbeiter befassen sich mit Nachrichten von Facebook- Nutzern, die ein gefälschtes Profil oder eine Seite mit verbotenen Inhalten melden. Darüber hinaus macht sich das Team aber auch eigenständig auf die Suche nach diesen Fake-Profilen. Doch angesichts der Leichtigkeit und fehlenden rechtlichen Konsequenzen bei Verstößen ist dies nicht ausreichend. Und vor allem nicht, wenn Facebook mit diesen Daten zu den monatlichen aktiven Nutzern Werbekunden gewinnt.

 


Erdogan bei Terror hart: Merkel-Deal mit der Türkei in akuter Gefahr
Erdogan bei Terror hart: Merkel-Deal mit der Türkei in akuter Gefahr
Angela Merkels Deal mit der Türkei ist in akuter Gefahr: Der türkische Präsident Erdogan lehnt eine Änderung der Anti-Terror-Gesetze ab. Sie beschneiden die Grundrechte in der Türkei nach Ansicht der EU zu weitgehend. Die EU ist besorgt über die Entwicklung.…
abo-pic
Der türkische Präsident Erdogan mit Angela Merkel im Yildiz-Palast in Istanbul, am 18. Oktober. (Foto: Bundesregierung/Guido Bergmann/dpa)

Der türkische Präsident Erdogan mit Angela Merkel im Yildiz-Palast in Istanbul, am 18. Oktober. (Foto: Bundesregierung/Guido Bergmann/dpa)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Forderung der Europäischen Union (EU) nach einer Eingrenzung der Anti-Terror-Gesetze des Landes scharf kritisiert. „Wir gehen unseren Weg, Ihr geht Euren“, sagte der Staatschef am Freitag in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache laut Reuters. Die EU verlange Änderungen im Anti-Terror-Kampf, obwohl die Türkei Angriffen ausgesetzt sei.

Erdogan ließ damit wenig Bereitschaft erkennen zur Erfüllung der Bedingungen, von denen die EU-Kommission die Visafreiheit für Türken abhängig gemacht hat. Die EU forderte am Mittwoch, vor allem die Definition von Terrorismus enger zu fassen und angemessener anzuwenden. Dies sei eine von fünf Bedingungen, die die Türkei bis Ende Juni erfüllen müsse.

Die Türkei bekämpft im Südosten des Landes militante Kurden, während das Militär auch gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat vorgeht, die Teile Syriens und des Irak kontrolliert. Menschenrechtsgruppen werfen den Behörden vor, sie nutzen breitgefasste Anti-Terror-Gesetze auch dazu, kritisch zur Regierung stehende Journalisten und Akademiker einzuschüchtern und in Haft zu nehmen.

Die EU hatte die Änderung bei den Terror-Gesetzen zu einer der Bedingungen für den Deal gemacht. Die Kommission hat bisher den Standpunkt bezogen, dass die Grundrechte nicht verhandelbar seien und die Türkei die nach EU-Standards viel zu weitreichenden Gesetze in der vorgeschlagenen Form geändert werden müssten. Die EU-Kommission will nicht akzeptieren, dass der Vorwurf des Terrorismus im Grund gegen alles und jeden verwendet wird.

Die Lage für die EU ist durch den Rücktritt von Premier Davutoglu zusätzlich erschwert worden: Davutoglu hatte sich mit der EU auf viele Punkte verständigt und war pragmatisch vorgegangen. Ob er in der Frage der Grundrechte eine andere Position als Erdogan eingenommen hat und deshalb zurücktreten musste, ist unklar.

Die EU ist besorgt über die Entwcklung: Zwar müsse abgewartet werden, wie sich die Lage weiter entwickelt. Doch der Rückzug Davutoglus und die heutige Rhetorik des türkischen Präsidenten seien nicht ermutigend, so die Einschätzung aus EU-Kreisen nach Informationen der Deutschen Wirtschafts Nachrichten.

Margot Honecker ist tot
Margot Honecker ist tot
Die frühere DDR-Volksbildungsministerin Margot Honecker ist in Chile im Alter von 89 Jahren gestorben.
abo-pic
Margot Honecker, 2010 in Santiago de Chile. (Foto: dpa)

Margot Honecker, 2010 in Santiago de Chile. (Foto: dpa)

Die frühere DDR-Volksbildungsministerin Margot Honecker ist tot. Die Witwe des langjährigen DDR-Staats- und Parteichefs Erich Honecker starb im Alter von 89 Jahren in der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile, wie die Nachrichtenagentur AFP am Freitag aus dem Kreis ihrer Familie erfuhr. Margot Honecker lebte seit 1992 in Chile.

Medienberichten zufolge erlag sie einer Krebserkrankung.

Margot Honecker siedelte 1992 nach Chile über, wo bereits ihre Tochter wohnte. Ihr Mann folgte ihr Anfang 1993. Seit dessen Tod im Mai 1994 lebte Margot Honecker zurückgezogen am Rand von Santiago de Chile. Bei ihren seltenen Auftritten rechtfertigte sie stets die Politik des SED-Regimes.

Honecker wurde 1927 in Halle an der geboren, von 1963 bis 1989 stand sie an der Spitze des DDR-Volksbildungsministeriums, nach dem Niedergang der DDR wanderte sie 1992 nach Chile aus und lebte dort bis zu ihrem Tod am 6. Mai 2016. Margot Honecker, die Witwe des langjährigen DDR-Staats- und Regierungschefs Erich Honecker, tauchte in den letzten Lebensjahrzehnten nur noch gelegentlich als die „Blaue Eminenz“ der DDR auf.

Die Bezeichnung spielte auf den Blaustich in ihren Haaren an. Die alte Dame, die nahe ihrer Tochter Sonja in Santiago de Chile lebte, hielt unbeirrbar an den Dogmen des sozialistischen Einheits-Bildungssystems fest. „Wir hatten doch Feinde – und deshalb hatten wir die Staatssicherheit“, sagte sie 22 Jahre nach dem Ende der SED-Herrschaft der ARD. Die innerdeutsche Grenze und die Lebensgefahr für „Republikflüchtlinge“ fand sie legitim. Es habe ja niemand über die Mauer klettern müssen, sagte Margot Honecker noch Jahrzehnte nach dem Mauerfall. „Diese Dummheit mit dem Leben zu bezahlen, das ist schon bitter.“ In ihrer Zeit als Volksbildungsministerin wurde der „Wehrkundeunterricht“ mit Ausbildung an der Waffe eingeführt, für Kinder von „Republikflüchtlingen“ wurden Zwangsadoptionen organisiert.

Von Anbeginn, direkt nach dem Zweiten Weltkrieg, war Margot Honecker Mitglied der SED. Nach einem Sonderlehrgang an der Parteihochschule Liebenwalde arbeitete sie von 1948 bis 1953 als Sekretärin des Zentralrats der Freien Deutschen Jugend (FDJ) und wurde Vorsitzende der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“. Mit nur 22 Jahren schaffte sie den Sprung in die Volkskammer der DDR. 1963 wurde sie Vollmitglied des Zentralkomitees der SED.

1949 lernte sie den 15 Jahre älteren Erich Honecker kennen, der zu dieser Zeit in zweiter Ehe mit Edith Baumann verheiratet war. 1952 wurde die gemeinsame Tochter Sonja geboren. Drei Jahre später heirateten Margot und Erich Honecker.

Noch im Juni 1989 erklärte Margot Honecker in einer fünfstündigen Rede, dass der Sozialismus „notfalls mit der Waffe in der Hand“ verteidigt werden müsse. Nach dem Sturz ihres Mannes am 18. Oktober 1989 kann sich die Volksbildungsministerin aber dann auch nur noch wenige Tage im Amt halten.

Als die Todesschüsse an der innerdeutschen Grenze in Deutschland juristisch strafrechtlich verfolgt werden sollten, flüchteten Erich und Margot Honecker im März 1991 nach Moskau. Nach erheblichen diplomatischen Verstimmungen beschloss die russische Regierung im November 1991 die Ausweisung. Margot Honecker, gegen die in Deutschland kein Haftbefehl vorlag, siedelte 1992 nach Chile über.

In ihrem Buch „Das andere Deutschland“ (2000) verteidigte sie erneut das Erbe der DDR. Nach der deutschen Vereinigung hätten sich „Fremdenfeindlichkeit und Neofaschismus“ im Osten Deutschlands ausgebreitet. Diese seien mit dem „Dämon“ der „kapitalistischen Ordnung“ verknüpft. Einer ihrer letzten öffentlichen Auftritte war eine Versammlung mit mehreren Chilenen, die während der Diktatur Augusto Pinochets politisch verfolgt worden waren und 2009 mit Margot Honecker den 60. Jahrestag der Gründung der DDR feierten. Sie verlas ein Manifest mit dem Aufruf, eine „andere Gesellschaft“ zu gründen.

Chaos in der Energie-Politik führt Deutschland in den Blackout
Chaos in der Energie-Politik führt Deutschland in den Blackout
Die immer deutlicher werdende Umstellung des Straßenverkehrs auf Elektroautos wird Deutschland vor gravierende Probleme stellen. Die Energie-Politik der Bundesregierung bietet keinen nachhaltigen Plan, wie dem erhöhten Stromverbrauch Rechnung getragen wird. Der Blackout droht.
abo-pic
Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht am 03.05.2016 die „Schule am Bodden“ in Neuenkirchen bei Greifswald. (Foto: dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht am 03.05.2016 die „Schule am Bodden“ in Neuenkirchen bei Greifswald. (Foto: dpa)

Zum Schutz der Umwelt sollen die Benzin- und Dieselautos von den Straßen verschwinden. Von Norwegen bis Indien erschallt der Ruf: Ab 2020 werden keine Benzin- oder Dieselfahrzeuge mehr zugelassen. Deutschland will zumindest Millionen E-Fahrzeuge auf die Straßen bringen. Allgemein scheint sich die Illusion „der Strom kommt aus der Steckdose“ in eine energiepolitische Maxime zu verwandeln. So fein es wäre, lautlose, emissionsfreie Autos zu genießen, man sollte doch einige Tatsachen zur Kenntnis nehmen.

Der ADAC weist aus, dass allein in Deutschland mit PKW etwa 700 Milliarden Kilometer im Jahr gefahren werden. Genau waren es 2014 735 Milliarden. Die Daten in Österreich liegen in der Regel, der Bevölkerung entsprechend, bei einem Zehntel. Und auch im übrigen Westeuropa kann Deutschland als Orientierungsgröße genommen werden. Zu fragen ist also ganz banal, was geschieht, wenn die 700 Milliarden nicht mehr mit Benzin oder Diesel zurückgelegt werden, sondern mit Strom.

Der Stromverbrauch würde um 25 bis 30 Prozent wachsen

Die Auto-Tester berichten, dass der Verbrauch der E-Autos je 100 Kilometer in etwa zwischen 20 und 30 Kilowattstunden liegt. Um also die 700 Milliarden Kilometer mit E-Autos zu bewältigen, benötigt man zwischen 140 und 220 Milliarden Kilowattstunden.
Aktuell werden in Deutschland jährlich 600 Milliarden Kilowattstunden verbraucht. Bei einem totalen Umstieg auf E-Autos käme also eine Steigerung um 25 bis 30 Prozent zustande. Um 140 Milliarden Kilowattstunden im Jahr zu erzeugen, würde man 70 große Flusskraftwerke oder 13 Atomkraftwerke benötigen, für 210 Milliarden Kilowattstunden entsprechend mehr. Zur Orientierung: Alle Windräder Deutschlands, von der Nordsee bis zu den Alpen, lieferten 2015 85,4 Mrd. kWh, die Photovoltaik steuerte 38,5 Mrd. kWh bei.
Das Konzept, wonach viele Autofahrer durch Photovoltaik-Anlagen auf dem eigenen Haus zu Selbstversorgern werden sollen, ist nur beschränkt anwendbar: Die Sonne scheint nicht nach Belieben, dann braucht man doch den Strom von der Versorgungsindustrie. Die Anlagen sind nicht billig und lösen auch Wartungs- und Reparaturkosten aus. Im Brandfall machen der Strom und die Chemikalien die Löscharbeiten fast unmöglich. Zudem ist die Umsetzung stark auf den ländlichen Raum beschränkt, in den Städten, in denen die meisten Menschen wohnen, ist die Realisierung besonders schwer.

Woher sollen zusätzliche 140 Mrd. kWh kommen?

Das Zeitalter der E-Autos ist also auf jeden Fall eine Herausforderung für die Energie-Versorgungsunternehmen. Die Herausforderung wird zur Überforderung: Durch den Ausstieg aus der Atomenergie wechselte Deutschland trotz des Ausbaus der Stromproduktion aus Braunkohle von einem Exporteur zu einem Importeur, der unter anderem Atomstrom aus Frankreich bezieht. Woher sollen zusätzlich 140 bis 200 Mrd. kWh kommen?

Vor dem Hintergrund dieser Daten ist die vor kurzem beschlossene Prämie von 4.000 Euro für den Kauf eines E-Autos in Deutschland äußerst problematisch. Wie auch die Mehrwertsteuerbegünstigung für E-Autos in Österreich. Oder die Absicht Norwegens ab 2020 nur mehr E-Autos zum Verkehr zuzulassen.

Der zweite Teil der neuen Förderung in Deutschland, die Zahlung einer Prämie von 3.000 Euro für Hybrid-Fahrzeuge erscheint da schon logischer, wobei man sich die Frage stellen muss, warum man diese Entwicklung nicht dem Markt überlässt. Bei Hybrid-Fahrzeugen wird die Aufladung der Batterien durch die Fahrt besorgt und ein Teil der Strecken mit dem so gewonnenen Strom bewältigt. Die Belastung der Stromproduktion ist daher geringer, wenn auch davon auszugehen ist, dass bei vielen Hybrid-Autos die Akkus nicht nur durch den Fahrbetrieb aufgeladen werden können und daher die industrielle Stromproduktion auch in Anspruch genommen werden muss.

Am Rande angemerkt sei dass die Frage nach dem Markt auch aus einem anderen Grund zu stellen ist: Die Förderung wird je zur Hälfte vom Staat und von der Auto-Industrie finanziert. Im Endeffekt wird ein Druck auf die Auto-Firmen ausgeübt, zusätzliche Rabatte zu gewähren. Die Förderung endet, wenn das Budget von 1,2 Mrd. Euro aufgebraucht ist, es handelt sich also um eine Art kurzzeitig wirkende Belebungsspritze für die E-Mobilität.

Alles oder Nichts bedeutet eher vom Regen in die Traufe

Die Vorkämpfer der Elektro-Mobilität lehnen die Einbeziehung der Hybrid-Autos in die Förderung ab, weil diese Technik den Verbrauch an Benzin oder Diesel nur verringert, aber nicht gänzlich beseitigt.

Diese Alles-oder-Nichts-Haltung führt zurück in das Dilemma, das bereits mit dem Ausstieg aus der Atom-Energie ausgelöst wurde. Im Jahr 2011 waren in Deutschland 17 Kernkraftwerke in Betrieb, neun sind mittlerweile abgeschaltet, die verbleibenden acht müssen bis 2022 folgen. Die Energiewirtschaft soll bis 2022 23,34 Mrd. Euro in einen Fonds zur Finanzierung der Endlagerung der Brennstäbe einzahlen. Die Unternehmen wiederum haben den Staat auf Schadenersatz für den Ausstieg um rund 15 Mrd. Euro geklagt. Außerdem verschlingt der Abbau der Kraftwerke enorme Summen. Beträge, die die Stromkonsumenten aufgebracht haben oder noch aufbringen müssen oder die letztlich doch alle zahlen müssen.

Der Ausfall der Stromproduktion aus den AKW sollte durch erneuerbare Energieträger ersetzt werden, wobei Wind und Sonne besonders betont wurden. Um den Ausbau der Alternativen zu ermöglichen wurden und werden die Konsumenten mit Zuschlägen auf den Stromrechnungen belastet, die Millionen ergeben, um die Förderung der alternativen Energien zu finanzieren. Vor allem Wind und Sonne haben aber den Nachteil, dass die Produktion nicht stetig erfolgt, bei Windstille ruhen die Windräder, bei bedecktem Himmel erlahmt die Photovoltaik. Um die Stromversorgung sicher zu stellen, bedarf es aber einer kontinuierlichen Erzeugung, da sonst die Netze zusammenbrechen. Aus diesem Grund wurde die Stromerzeugung aus Braunkohle stark erweitert und auch in Zukunft werden Braun- und Steinkohleanlagen forciert.

Die jährliche Stromproduktion aus Braunkohle liegt derzeit bei etwa 150 Mrd. kWh in Deutschland, wobei zu beachten ist, dass gegenwärtig immer noch acht AKW in Betrieb sind. Durch die Abschaltung auch dieser Anlagen wird der Einsatz von Kohle weiter steigen müssen, selbst wenn die erneuerbaren Quellen weiter ausgebaut werden. Entwickelt sich ein Boom an E-Autos, dann ist ein weiterer Anstieg der Energiegewinnung aus Kohle unvermeidlich, da auch in Zukunft trotz der zu erwartenden Steigerung der Produktion aus erneuerbaren Energien die kontinuierliche Stromproduktion sichergestellt werden muss.

Mit dem Ausstieg aus der Atomproduktion wollte man das Risiko des Austritts von Radio-Aktivität bei einem Reaktor-Unfall vermeiden. Emissionsfrei würden Wind und Sonne jedes Risiko ausschalten. Allerdings kam man gleichsam vom Regen in die Traufe. Während AKW im Normalbetrieb kein CO-2 emittieren, haben Braunkohle-Kraftwerke ständig einen beträchtlichen CO-2-Ausstoß. Die in Deutschland emittierte Menge beträgt derzeit 150 Mio. t im Jahr. Durch die anhaltend große und noch steigende Produktion kann dieser Wert auch künftig nicht verringert werden. Insgesamt belastet Deutschland die Umwelt mit etwa 800 Mio. t CO-2, sodass auf die Braunkohle allein knapp 19 Prozent entfallen. Technisch möglich ist die Abscheidung und Lagerung von CO-2, die aber den Ausstoß nur um 10 Prozent senkt und ein weiteres Umweltproblem durch die Lagerung schafft.

Wo bleibt eine Energiepolitik, die nachhaltig die Versorgung sichert?

Schon der Ausstieg aus der Atomkraft hätte nicht ohne ein brauchbares Konzept für die künftige Stromversorgung stattfinden dürfen. Auch der Wechsel von Diesel- und Benzin-Fahrzeugen zu E-Autos ist ohne solide Alternativen nicht möglich.

Angemerkt sei, dass in diesem Bericht nur festgestellt wird, dass der Strom nicht aus der Steckdose, sondern von einem Kraftwerk kommt und schon dieser Umstand überfordert die Energie- und Umweltpolitik.

Zahlreiche andere Faktoren würden beim Abschied vom Öl den Strombedarf in die Höhe treiben und unter den derzeit gegebenen Bedingungen zum Zusammenbruch der Versorgung führen. Wir werden also bald im Dunkeln sitzen.

So war hier nur die Rede vom schönen Traum, dass alle nur mehr in E-Autos fahren. Nicht erwähnt wurde, dass in Deutschland 2,5 Millionen Nutzfahrzeuge unterwegs sind, von denen viele etwa 30 Liter Diesel auf 100 Kilometer verbrauchen. Kein Wort auch von den Autobussen. Zudem kein Hinweis auf die Ölheizungen, die sogar durch den niedrigen Ölpreis derzeit an Attraktivität gewinnen. Keine Bemerkung, dass auch Erdgas ein fossiler Energieträger ist.

Es wurde auch argumentiert, als ob die E-Autos bereits voll ausgereifte Fahrzeuge wären. Nicht erwähnt wurde, dass die Batterien nur eine beschränkte Reichweite ermöglichen, dass beim Ausfall der Akkus das Auto steht, dass das Aufladen der Akkus längere Zeit dauert.

Wozu auch diese Themen vertiefen, wenn schon die Frage nach der Deckung des Zusatzbedarfs von mindestens 140 Mrd. kWh „nur“ beim Wechsel zum elektrischen PKW nicht beantwortet wird.

***

Ronald Barazon war viele Jahre Chefredakteur der Salzburger Nachrichten. Er ist einer der angesehensten Wirtschaftsjournalisten in Europa und heute Chefredakteur der Zeitschrift „Der Volkswirt“ sowie Moderator beim ORF. 

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***

Kriege ohne Legitimation: US-Soldat verklagt Präsident Obama
Kriege ohne Legitimation: US-Soldat verklagt Präsident Obama
Ein US-Soldat hat Obama wegen des Kriegs gegen die Terror-Miliz ISIS verklagt. Obama missbrauche seine Position, um gegen „selbst gewählte Feinde“ einen zeitlich und geografisch unbegrenzten Krieg zu führen.
abo-pic
US-Präsident Barack Obama. (Foto: dpa)

US-Präsident Barack Obama. (Foto: dpa)

US-Soldat Nathan Michael Smith hat eine Klage gegen US-Präsident Barack Obama eingereicht. Der Krieg gegen die Terror-Miliz ISIS sei illegal, weil Obama es unterlassen habe, die Zustimmung des US-Kongresses einzuholen. Zudem habe Obama es unterlassen, einen zeitlichen Rahmen für den Krieg gegen ISIS zu nennen, berichtet die Washington Post.

Smith führt an, dass er aufgrund des Alleingangs Obamas seinen soldatischen Eid brechen musste, der sich auf den Schutz der US-Verfassung stützt. Er verpflichtete sich im Jahr 2010, um im Irak zu dienen. Doch dann habe er sich die Frage gestellt, ob „dies der Krieg der US-Administration oder der Amerikaner sei?“, heißt es in der Klageschrift. Die War Powers Resolution, ein Gesetz, das den Einsatz der US-Armee durch den US-Präsidenten rechtlich regelt, besagt, dass der US-Präsident 60 Tage nach dem Kriegseinsatz den Kongress um Zustimmung für den Einsatz anfragen muss (siehe Video am Anfang des Artikels).

US-Präsident Obama habe sich bei seinen Einsätzen gegen ISIS auf das Gesetz „Authorization of Use of Military Force against Terrorists“ berufen. Gemäß dem Gesetz haben die USA das Recht, Organisationen und Personen, die in die Anschläge des 11. Septembers 2011 verwickelt gewesen sind, zu bekämpfen. Doch ISIS sei nicht in die Anschläge verwickelt gewesen. Diesen Umstand nennt die Anklageschrift von Smith ausdrücklich. In den USA gibt es seit langem Kritik an der weitreichenden Anwendung von internationaler Gewalt, die mit dem Kampf gegen den Terror begründet wird.

Obama missbrauche dieses Gesetz als Blankocheck, um „gegen selbst gewählte Feinde einen Krieg ohne geografische und zeitliche Grenzen zu führen“.

Türkisches Gericht verurteilt Journalisten zu fünf Jahren Haft
Türkisches Gericht verurteilt Journalisten zu fünf Jahren Haft
Der Chefredakteur der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet", Can Dündar, ist am Freitag einem Schusswaffen-Angriff vor dem Gerichtsgebäude in Istanbul knapp entkommen. Der Journalist wurde zu fünf Jahren verurteilt.
abo-pic
Can Dundar, der Chefredakteur der Cumhüriyet. (Foto: EPA/VEDAT ARIK/CUMHURIYET NEWSPAPER)

Can Dundar, der Chefredakteur der Cumhüriyet. (Foto: EPA/VEDAT ARIK/CUMHURIYET NEWSPAPER)

Ein Mann schoss mehrmals mit einer Pistole und verletzte dabei einen Fernsehjournalisten an der Wade, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichtete.

Der Schütze legte dann die Waffe nieder und ergab sich der Polizei. Dündar bleib unverletzt. Der Vorfall ereignete sich in einer

Dündar, und der Bürochef der Zeitung in Ankara, Erdem Gül, wurden am Freitag zu fünf Jahren Haft verurteilt. Sie wurden aber vom erhobenen Vorwurf freigesprochen, die Regierung stürzen zu wollen. Kurz vor der Urteilsverkündung war vor dem Gerichtsgebäude auf Dündar ein Attentat verübt worden. Er blieb unverletzt.

Die beiden Journalisten waren des Landesverrats angeklagt, weil sie über angebliche Waffenlieferungen des türkischen Geheimdienstes an Aufständische in Syrien Anfang 2014 berichtet hatten. In einem getrennten Verfahren wird dem Vorwurf nachgegangen, die Männer hätten Verbindungen zu Terrorgruppen. Sie müssen ihre Haftstrafen zunächst nicht antreten.

Griechenland-Rettung: Die größte Farce in der Geschichte der EU
Griechenland-Rettung: Die größte Farce in der Geschichte der EU
Die „Rettung“ Griechenlands diente ausschließlich der Rettung des Finanzsystems. Ein Studie zeigt, dass nur 5 Prozent der sogenannten „Hilfsgelder“ im griechischen Haushalt ankamen. Zugleich wurden die Risiken vom Finanzsystem an den europäischen Steuerzahler abgewälzt.
abo-pic
Angela Merkel und Francois Hollande beim Gipfel in Brüssel am Donnerstag. (Foto: EPA/STEPHANE DE SAKUTIN)

Angela Merkel und Francois Hollande beim Gipfel in Brüssel am Donnerstag. (Foto: EPA/STEPHANE DE SAKUTIN)

Die sogenannte „Rettung“ Griechenlands, die von den Politikern in der EU und vor allem von Bundeskanzlerin Angela Merkel stets als notwendiges europäisches Projekt präsentiert wurde, kann nun auch offiziell als die größte Farce in der Geschichte der EU bezeichnet werden: Denn bei den Milliarden-„Hilfen“ ging es nicht um Solidarität mit dem griechischen Volk, sondern ausschließlich um die Rettung des Finanzsystems. Die seit 2010 an Griechenland geflossenen „Milliardenhilfen“ sind einer Studie der Berliner Privat-Hochschule ESMT zufolge nämlich so gut wie vollständig an internationale Kreditgeber und Banken geflossen. Von den 215,9 Milliarden Euro, mit denen Griechenland im Rahmen der ersten beiden Rettungsprogramme von den europäischen Partnern und dem Internationalen Währungsfonds unterstützt wurde, gingen nur 9,7 Milliarden Euro und damit weniger als fünf Prozent direkt an Griechenlands Staatshaushalt.

Lächerliche 10 Milliarden Euro gingen an den griechischen Staatshaushalt und hätten damit theoretisch den Bürgern zugute kommen können. Auch das weiß man nicht, weil die korrupten Netzwerke aus Nea Dimokratia und Pasok den griechischen Staat als ihr Eigentum betrachteten und sich nach Belieben aus öffentlichen Geldern bedient hatten.

Wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Analyse weiter hervorgeht, wurden mit 139,2 Milliarden Euro und damit 64 Prozent der Gesamtsumme Schulden zurückgezahlt und Zinsen beglichen. Die direkten Kapitalhilfen für Banken beliefen sich auf 37,3 Milliarden Euro oder 17 Prozent. Und knapp 30 Milliarden Euro wurden als Anreiz für Investoren genutzt, damit die sich an dem Forderungsverzicht von 2012 beteiligten.

Damit steht nun amtlich fest: Die europäischen Banken, die EZB und der IWF sind die großen Nutznießer der Milliarden-Hilfen. Bezahlt wird der ganze Vorgang von den europäischen Steuerzahlern, weil nun sämtliche Forderungen beim ESM liegen. Dieser wird ohne jede Transparenz verwaltet. 700 Milliarden Euro wurden aus den europäischen Staatshaushalten  abgezweigt. Die Studie verweist auch auf die für die griechischen und europäischen Steuerzahler gefährliche Umverteilung, die mit der „Rettung“ vollzogen wurde: Die Risiken liegen nach der Rettung des Finanzsystems faktisch zur Gänze bei den europäischen Steuerzahlern.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die europäischen Steuerzahler mit einem rechtzeitigen Schuldenschnitt viel besser gefahren wären. Warum dieser nicht erfolgt ist, kann kein Politiker in der EU schlüssig erklären. Das Bundesfinanzministerium zeigt sich trotz der ernüchternden Erkenntnisse weiter uneinsichtig. „Was die Programmpolitik in Griechenland erreicht hat, ist, dass eine ungeordnete Staatsinsolvenz verhindert wurde“, sagte eine Sprecherin laut Reuters. Die Hilfen hätten es Griechenland ermöglicht, seine Schulden zu bedienen und so weiterhin Renten und Gehälter zahlen zu können.

Angela Merkel hatte am 27.2.2012 im Bundestag den Deutschen erklärt, warum die „Griechenland-Rettung“ notwendig sei:

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in einer Regierungserklärung vor dem Bundestag eindringlich für die Zustimmung zu dem zweiten Rettungspaket für Griechenland geworben. Die Kanzlerin sagte, sie plädiere nach Abwägung aller Vor- und Nachteile dafür, dem Rettungspaket zuzustimmen. Jetzt müssten die Chancen genutzt werden, die Griechenland mit dem neuen Programm eröffnet würden. Forderungen nach einem Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone wies sie zurück.

Das Hilfsprogramm sei ein wichtiger Baustein der neuen Stabilitätsunion für den Euro, so Merkel. Griechenland zu helfen, liege im europäischen Interesse und damit auch im deutschen Interesse.

Die Kanzlerin betonte: „Europa scheitert, wenn der Euro scheitert. Europa gewinnt, wenn der Euro gewinnt.“ Wichtig seien nun unumkehrbare Schritte für eine Stabilitätsunion zugunsten des Euro. Merkel betonte, dass der vor den Griechen liegende Weg nicht ohne Risiko sei: „Eine hundertprozentige Erfolgsgarantie kann niemand geben.“ Die Risiken einer ungeordneten Insolvenz seien aber unkalkulierbar und deshalb unverantwortbar.

Ziel des Programms sei es nicht nur zu sparen, sagte Merkel. „Es geht darum, Griechenland wettbewerbsfähig zu machen und auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zu führen.“ Zugleich forderte sie Griechenland erneut zu umfassenden Strukturreformen auf. Griechenland müsse die in Athen gefassten Beschlüsse umsetzen, damit eine Perspektive für eine wirklich bessere Zukunft eröffnet werde.

Momentan läuft das dritte „Hilfsprogramm“ für Griechenland im Volumen von bis zu 86 Milliarden Euro. Eine Experten-Überprüfung der bisherigen „Reformfortschritte“, von der weitere Auszahlungen abhängen, steht kurz vor dem Abschluss. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte am Dienstagabend verkündet, es werde dieses Jahr keine neue große Griechenland-Krise geben.

Für den durch die Umverteilung verursachten Milliarden-Schaden hat bisher kein einziger Politiker in der EU oder in einem der Mitgliedsstaaten die Verantwortung übernommen.

media-fastclick media-fastclick