Wettbewerb: McKinsey rät Unternehmen zu Kriegs-Spielen

Um das Verhalten der Konkurrenten besser zu studieren und mögliche Schwächen neuer Produkte zu erkennen, seien McKinsey zufolge derartige Spiele ideal. Oft neigen Unternehmen zudem dazu, sich selbst zu unterschätzen, und auch dem könnte auf diese Weise Abhilfe geschaffen werden.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Aktuell: EU: Jeder vierte Bürger muss mit Armut rechnen

„Sie haben alles richtig gemacht? Marktforschung betrieben, Prototypen erstellt und eine vielversprechende Idee entwickelt“, fragt das McKinsey in seiner vierteljährlichen Veröffentlichung. Wenn dennoch Ihr neues Produkt nicht am Markt eingeschlagen hat, dann könnten Kriegs-Spiele Ihnen weiterhelfen, rät McKinsey schließlich. „Durch die Simulation der Gedanken, Pläne und Handlungen von Konkurrenten im Kriegs-Spiel“ könnten die Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen verbessern, so die Unternehmensberater. Gleichzeitig schaffe dies ein „tieferes Verständnis“ davon, wie Unternehmen ihre Innovationen mit denen der Konkurrenz vergleichen können.

So könne auch herausgefunden werden, wie leicht es der Konkurrenz gemacht wird, mit Nachahmer-Produkten einzusteigen und beispielsweise durch große Rabatte den Konsumenten schneller an ihr eigenes Produkt zu binden. Diese Erkenntnis kann dazu genutzt werden, um zusätzliche Barrieren für andere Wettbewerber einzubauen. Neben der Ausblendung möglicher Konkurrenten würden Kriegs-Spiele McKinsey zufolge auch verdeutlichen, wo sich das Unternehmen bzw. das Entwicklerteam selbst überschätzt und zu blauäugig agiert. Deshalb sind „Kriegs-Spiele ein erprobtes tatsächlich strategisches Werkzeug, das bisher allerdings nur relativ wenige Unternehmen nutzen“, bedauert McKinsey abschließend.

Weitere Themen
Offshore-Umlage: „Milliarden-Geschenke an die Industrie“
Das Rätsel der Fake-Profile: Wie groß ist Facebook wirklich?
Griechen-Chaos kostet Deutschland früher oder später 93 Milliarden Euro

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick