Die nächste Blase: Deutsche Anleger vor Milliarden-Verlusten bei Schifffahrts-Fonds

Die deutschen Banken halten derzeit ausstehende Kredite in der Höhe von 98 Milliarden Euro in der Schifffahrtsindustrie. Tausende Anleger könnten ihr Investment verlieren, weil sie in Fonds investiert hatten, um Steuern zu sparen.

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Die Probleme bei den französischen Werften (hier) sind nur ein Vorbot einer möglicherweise noch heftigeren Krise, die Deutschland besonders treffen könnte: In der Schifffahrts-Branche geht wegen der matten Konjunktur gar nichts mehr. Die deutschen Banken haben mehr in diese Industrie investiert als alle anderen europäischen Staaten. Um die Jahrtausendwende waren entsprechende Fonds besonders populär: Die Anleger wurden vor allem mit dem Versprechen geködert, über dieses Investments Steuern zu sparen. Besonders betroffen sind die Commerzbank und die NordLB in Hannover. Damit kommt möglicherweise auch wieder auf die Sparkassen eine unangenehme Weihnachstüberraschung zu: Sie sind die Eigentümer der Landesbanken wie auch der HSH Nordbank und müssen in der Regel deren Verluste ausbügeln. Insgesamt beträgt das Risiko der 10 größten deutschen Banken in der Schifffahrtsbranche 98 Milliarden Euro.

Nun könnte sich herausstellen, dass die Investments nichts mehr wert sind. „Viele Investoren hatten keine Ahnung über die Risiken, die mit solchen Fonds verbunden sind“, sagte Jan-Henning Ahrens, Partner bei der Rechtsanwaltskanzlei KWAG, der New York Times. Es werde noch Jahre dauern, bis sich die Industrie erholt. Ahrens: „Die Chancen, dass die Anleger noch Geld bekommen, sind sehr gering bis Null.“

Am Mittwoch wird die HSH Nordbank ihre Abschreibungen im Schifffahrtsbereich bekanntgeben. Die Bank hat bereits angekündigt, dass sie im kommenden Jahr 1,3 Milliarden Euro vom deutschen Steuerzahler braucht, um zu überleben.

Die Beluga Reederei in Bremen hat erst vor kurzem die Pleite angemeldet, 550 Mitarbeiter werden arbeitslos. Größter Eigner der Firma ist die kalifornische Oaktree Capital Management

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