Libor-Skandal: UBS droht Strafe in Milliardenhöhe

Im Zusammenhang mit dem Libor-Skandal greifen britische und amerikanische Behörden hart gegen die Schweizer Bank UBS durch. Sie durchsuchen alle E-Mails der Bank und verhängen massive Geldstrafen. Gerade erst wurde der UBS-Banker Kweku Adoboli zu sieben Jahren Haft verurteilt.

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Gegen UBS, die größte Bank der Schweiz, könnten amerikanische und britische Behörden Strafgelder in Höhe von einer Milliarde Dollar verhängen, zitiert Bloomberg Insider. Hintergrund ist der LIBOR-Skandal, bei dem die weltweiten Zinssätze zwischen den Banken manipuliert wurden. Die Behörden ermitteln gegen 12 Banken, die von der Manipulation profitierten, indem sie auf Zinsderivate wetteten oder ihre Finanzen besser aussehen ließen. Die Deutsche Bank ist auch verwickelt (hier).

Im Rahmen der Libor-Ermittlungen hat die britische Staatsanwaltschaft bereits einen UBS-Händler verhaftet, berichten Insider. Das US-Justizministerium untersucht den E-Mail-Verkehr innerhalb der UBS und mit anderen Banken. Die Schweizer Bank war unter den ersten, die ihr Fehlverhalten eingestanden und ihre Kooperation mit den Behörden anboten. Barclays, die zweitgrößte britische Bank, hat bereits eine Strafe von knapp einer halben Milliarde Dollar akzeptiert, um die Behörden vom Hals zu bekommen.

Erst kürzlich verhängte die britische Finanzaufsicht FSA gegen UBS eine Strafe von 29,7 Millionen Pfund (37,6 Millionen Euro) im Zusammenhang mit einem Verlust von 2,3 Milliarden Dollar durch unerlaubte Wertpapiergeschäfte. Kweku Adoboli, der für die Geschäfte verantwortliche ehemalige UBS-Mann, war im November zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

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