Berlusconi: „In drei Jahren ist der Euro tot“

Silvio Berlusconi hat den EU-Gipfel genutzt, um weiter im Gespräch zu bleiben. Diesmal wandte er sich an die EZB. Wenn sie nicht damit beginne, endlich Geld zu drucken, werde man in drei Jahren die nationalen Währungen wieder einführen, sagte Berlusconi.

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Es war ein ungewöhnliches Bild am Donnerstag in Brüssel. Neben Mario Monti trat auch der frühere italienische Premier und derzeitige Kandidat der PDL für die Wahlen im kommenden Jahr, Berlusconi, auf. Silvio Berlusconi nutzte den Gipfel als willkommene Plattform, nachdem er mit sich widersprechenden Aussagen zu Monti schon ein paar Tage zuvor ins Gespräch gebracht hatte (hier). Mario Montis angekündigter Rücktritt ist ein willkommenes Fressen für Berlusconi. Nach anfänglich scharfer Kritik zeigt sich Berlusconi nun als Unterstützer Montis. „Alle von uns haben ihn gebeten zu bleiben“ sagte er der FT.

Angela Merkel soll Mario Monti am Donnerstag dazu angehalten haben, zu kandidieren (hier). Und auch der finnische Finanzminister Kyrki Katainen gab Monti beim gestrigen Gipfel Rückendeckung. Es sei kein Geheimnis, dass Montis Kollegen ihn hier sehr stark unterstützen bzw. das, was er getan hat. „Wenn es ihnen gelingt eine Allianz der Moderaten hinter Monti zusammen zu kriegen, wäre das sehr gut“, so Katainen.

Doch Silvio Berlusconi wollte nicht nur über Mario Monti sprechen. Als wäre er bereits gewählter Premier machte er in Richtung Geldpolitik eine ganz klare Ansage. Wenn die EZB nicht damit beginne, Geld zu drucken, „wird die Rückkehr zu nationalen Währungen bereits innerhalb der nächsten drei Jahre notwendig sein“, sagte er Reportern in Brüssel. Gemeinhin spricht man neben den Krediten der EZB für die europäischen Banken auch vom Gelddrucken, wenn die EZB wieder Staatsanleihen am Sekundärmarkt kauft. Interessanter Weise hatte Berlusconi aber selbst erst vor ein paar Tagen ganz selbstbewusst davon gesprochen, dass Zinskosten sowieso niemanden interessieren würden (hier).

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