Griechenland: Oberster Drogen-Fahnder soll Drogen-Händler gewesen sein

Die griechische Polizei vermeldet einen Erfolg im ihrem Kampf gegen den Drogenhandel. Dabei ging den Fahndern auch einer ins Netz, der sie eigentlich auf ihrer Seite wähnten. Der Fall zeigt, wie herabgekommen die Moral in der Exekutive in Griechenland ist.

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Am Sonntag wurden in Griechenland 29 Menschen wegen des Verdachts auf Verstrickung in Drogengeschäfte festgenommen, darunter der Chef einer lokalen Antidrogeneinheit und zwei weitere Polizeibeamte, berichtet Kathimerini. Polizei und Geheimdienst hätten seit 11 Monaten hunderte Handygespräche der Verdächtigen abgehört. Diese sollen Verbindungen zu einem albanischen Drogenring haben, der in Thessaloniki, Volos und Agrinio operiert habe.

Geschäfte mit Cannabis sind in Griechenland illegal. Einige Polizeibeamte profitieren davon gleich doppelt: Sie haben einen Job als Drogenjäger und einen Nebenjob als Drogenkurier. (Foto: Screenshot 31.12.2012)

Geschäfte mit Cannabis sind in Griechenland illegal. Einige Polizeibeamte profitieren davon gleich doppelt: Sie haben einen Job als Drogenjäger und einen Nebenjob als Drogenkurier. (Foto: Screenshot 31.12.2012)

Bei den Razzien wurden Bargeld und geringe Mengen an Haschisch und Heroin beschlagnahmt. Es werde derzeit geprüft, ob neben den drei festgenommenen Polizeibeamten noch weitere Polizeibeamte in die Drogengeschäfte verwickelt sind. Die Polizisten sollen als Drogenkuriere fungiert haben und Geschäftspartnern des albanischen Drogenrings Drogen als Geschenke versprochen haben. Außerdem sollen sie den Drogenring mit internen Informationen versorgt und Angeklagten in Drogenfällen wiederholt entlastende Aussagen angeboten haben.


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