Griechenland: Neue Finanzlücke wegen immer mehr fauler Kredite

Die faulen Kredite, auf denen griechische Banken im Dezember saßen, machten 24 Prozent in den Bilanzen der Geldinstitute aus. Das entspricht mehr als 50 Milliarden und zeigt, dass, trotzdem die meisten Hilfsgelder ins griechische Finanzsystem geflossen sind, weitere Milliardenhilfen notwendig sind.

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Neben der immensen Staatsverschuldung und der zusammengebrochenen Wirtschaft liegt eines der größten Probleme Griechenlands in dem Finanzsystem des Landes. Die Banken sind nahezu zahlungsunfähig. Kapitalflucht, Kreditklemmen am Interbankenmarkt und faule Kredite führten dazu, dass die Banken an die Unternehmen des Landes kaum mehr Kredite vergaben und so die Talfahrt des Landes weiter verschlimmerten. Aus diesem Grund floss bisher auch ein Großteil der internationalen Finanzhilfen, etwa 50 Milliarden Euro, allein in die griechischen Banken. Beispielsweise 16 Milliarden kamen über die letzte Tranche (hier).

Doch die aktuellen Zahlen aus dem griechischen Finanzsystem zeigen, dass sich die Situation der griechischen Banken trotz der Finanzspritzen keinesfalls verbessert hat. Wie Kathimerini mit Verweis auf griechische Beamte berichtet, sind die faulen Kredite in den Bilanzen der Finanzinstitute sogar massiv angestiegen. Machten sie im Dezember 2011 etwa 16 Prozent in den Bilanzen aus – und damit schon sehr viel – sind sie im Dezember 2012 nun sogar auf 24 Prozent angestiegen. Zum Vergleich: Die faulen Kredite, die die spanischen Banken bedrohen, machen bei den dortigen Finanzinstituten 11,2 Prozent in den Bilanzen aus (hier). Der neue Rekordwert von 24 Prozent in Griechenland entspricht einem Umfang von 55 Milliarden Euro, den die Banken letztlich als Verlust geltend machen müssen. Verglichen mit den etwa 50 Milliarden Euro Finanzhilfen der internationalen Gläubiger für die griechischen Banken reißen diese dementsprechend schon wieder eine neuerliche Finanzlücke von mindestens 5 Milliarden Euro auf.

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