Umfrage: Linksrutsch in Italien, nur noch 12 Prozent für Monti

Die in der Bevölkerung unbeliebten Sparmaßnahmen der Regierung beschaffen der Mitte-Links-Partei um Pier Luigi Bersani in Umfragen mittlerweile mehr als 35 Prozent. Berlusconis PDL liegt auf Platz zwei und Montis Bündnis abgeschlagen auf Platz vier. Monti liebäugelt nun mit dem Posten des Finanzministers.

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Bisher konnte der italienische Premier Mario Monti die italienische Bevölkerung nicht von seiner Politik überzeugen (Foto: EU Kommission).

Bisher konnte der italienische Premier Mario Monti die italienische Bevölkerung nicht von seiner Politik überzeugen (Foto: EU Kommission).

Bereits Ende Februar sollen in Italien die vorgezogenen Neuwahlen stattfinden, bei denen sich Mario Monti auch einen Platz in der neuen Regierung sichern will. Wie die neuesten Umfragen jedoch zeigen, ist die italienische Bevölkerung mit der aktuellen Politik, allen voran den Sparmaßnahmen, allerdings alles andere als zufrieden. Derzeit liegt nämlich die Mitte-Links-Partei von Luigi Bersani mit 35,3 Prozent weit vorn, wie eine Umfrage der Tecne Agentur im Auftrag von Sky Italia.

Silvio Berlusconis PDL folgt mit lediglich 19,5 Prozent und Beppe Grillos Partei MoVimento 5 Stelle konnte sich seit den letzten Umfragen um einen Prozentpunkt auf 16 Prozent verbessern (mehr hier). Weit abgeschlagen ist jedoch das Parteienbündnis um Premier Mario Monti (hier): Mit 12 Prozent landete es weit abgeschlagen auf Platz 4.

Damit hätte Mario Montis Bündnis höchstens Chancen in einer Koalition mit der Mitte-Links-Partei Bersanis, falls es Bersanis Partei allein nicht gelingen sollte, in beiden Häusern des Parlaments eine Mehrheit  zu erzielen. Dann könnte Monti eventuell den Posten des Finanzministers erhalten – eine Aussicht, an der der ehemalige Goldman-Banker unter Umständen schnell Gefallen finden könnte.

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