20 € -Scheine werden am häufigsten gefälscht

Die Menge an aufgetauchtem Falschgeld hat in Deutschland im Jahr 2012 leicht zugenommen. Der Gesamtschaden lag dabei bei circa 2,2 Millionen Euro. Wie viel Falschgeld nicht erkannt worden ist und sich also weiterhin im Umlauf befindet, konnte die Bundesbank allerdings nicht angeben.

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In Deutschland wurden im Jahr 2012 exakt 41.507 gefälschte Euro-Banknoten registriert, berichtet die Bundesbank. Das sind 6,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Der durch gefälschte Geldscheine verursachte Schaden erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr von 2,1 auf 2,2 Millionen Euro. Die Zahl der falschen 20-Euro-Scheine nahm deutlich um circa 35 Prozent zu. Die 19.099 aufgetauchten 20-er machten 2012 dabei fast die Hälfte aller Falschnoten aus. Die Zahl der falschen Fünfziger, etwa ein Drittel der Falschnoten, ging hingegen um circa 16 Prozent zurück.

Die Bundesbank empfiehlt, Banknoten stets aufmerksam zu prüfen, da es für Falschgeld keinen Ersatz gebe. Es sollten dabei mehrere Sicherheitsmerkmale einbezogen werden, denn die Sicherheit der Banknoten liege im Zusammenspiel der verschiedenen Merkmale. Bei der Prüfung einer verdächtigen Banknote könne man eine echte Banknote aus dem Bankautomaten zum Vergleich heranzuziehen.

Auf der Vorderseite der Banknoten könne man „erhabene Teile des Druckbildes“ fühlen (BCE ECB EZB EKT EKP am oberen Rand). Das Wasserzeichen lasse sich „in Durchsicht erkennen“. Die Hologramme veränderten sich beim Kippen der Banknote. Und „auf der Rückseite kann der Perlglanzstreifen (Stückelungen bis 20 Euro) oder der Farbwechsel der rechten Wertzahl (Stückelungen ab 50 Euro) beim Kippen der Noten geprüft werden“, erklärt die Bundesbank.

Die Anzahl falscher Münzen lag 2012 bei 52.000 und hat sich somit kaum verändert. Der Schaden lag also bei nur etwa 91.000 Euro. Die Fälschungen traten ausschließlich bei den drei höchsten Stückelungen auf, zu 80 Prozent bei den 2-Euro-Stücken. Euro-Falschmünzen sind in der Regel nur bei sehr sorgfältiger Prüfung von echten Münzen zu unterscheiden.

Münzfälschungen wirken dagegen oft verschwommener als echte Münzen und weisen häufig Unebenheiten auf, erklärt die Bundesbank. Auch ihre Farbtönung weicht in der Regel ab. Fälschungen der 2-Euro-Münze wiesen häufig unvollständige oder unregelmäßige Randprägungen auf. Echte 1-Euro- und 2-Euro-Münzen seien nur schwach magnetisch, während Fälschungen überhaupt nicht angezogen würden oder fest am Magneten hafteten.

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