Teure Bankenrettung: Österreichs Schulden steigen auf Rekordwert

2012 sind die Finanzschulden Österreichs auf über 189 Milliarden Euro angestiegen. Besonders die Kapitalzuschüsse für angeschlagene Banken waren dafür verantwortlich. Und allein in diesem Jahr muss das Land über 20 Milliarden Euro refinanzieren.

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Um mehr als sechs Milliarden Euro sind die Finanzschulden Österreichs im vergangenen Jahr angestiegen (Grafik: Österreichische Bundesfinanzagentur).

Um mehr als sechs Milliarden Euro sind die Finanzschulden Österreichs im vergangenen Jahr angestiegen (Grafik: Österreichische Bundesfinanzagentur).

Das angeschlagene Bankensystem in Österreich hat die Finanzschulden des Landes 2012 massiv in die Höhe getrieben. Wie aus der Statistik der Österreichischen Bundesfinanzagentur hervorgeht, sind die Finanzschulden auf einen Rekordwert von 189,55 Milliarden Euro angestiegen, Ende 2011 lagen sie noch bei 183,176 Milliarden Euro.

Ausschlaggebend für die gestiegenen Schulden waren vor allem die Finanzhilfen für die notleidenden Banken. Mehrere Milliarden Euro flossen entweder direkt an die Österreichischen Volksbanken, die Kommunalkredit-Bad-Bank KA Finanz AG und der Kärntner Hypo Alpe Adria Bank oder in Form von übernommenen Garantien.

Allein in diesem Jahr kommen auf Österreich zudem Rückzahlungen für auslaufende Papiere in Höhe von 20,9 Milliarden Euro zu, was in etwa elf Prozent der gesamten Finanzschulden entspricht. Im Jahr 2011 waren es nur 17,1 Milliarden Euro. Um den Forderungen nachzukommen, muss Österreich sogar wieder neue Schuldpapiere emittieren, berichtet der Standard. So sollen in diesem Jahr Kredite im Wert von 27 bis 30 Milliarden Euro aufgenommen werden.

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