Kaum zu retten: Opel macht in den kommenden Jahren nur Verluste

Opel-Aufsichtsratschef Stephen Girsky hält Gewinne erst ab 2015 oder 2016 wieder für möglich. Schuld an der Misere sei der Mutterkonzern GM, der eine gedeihliche Entwicklung von Opel behindere.

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Karl-Thomas Neumann wird bereits zum 1. März der neue Chef beim kriselnden Autobauer Opel, berichtet Reuters. Doch auch dem ehemaligen China-Chef des Konzerns wird es in den nächsten Jahren wohl nicht gelingen, mit Opel wieder Gewinne zu erwirtschaften. Vor allem der Absatzrückgang in Südeuropa hat dem Rüsselsheimer Autobauer zugesetzt. Es ist Opel bisher auch nicht gelungen, in andere Märkte vorzudringen, auch weil Opels Mutterkonzern General Motors dies nicht zulässt.

„Wir schreiben 2013 und 2014 rote Zahlen“, sagte der aktuelle Opel-Aufsichtsratschef Stephen Girsky dem Focus. Erst 2015 oder 2016 könne ein ausgeglichenes Ergebnis erreicht werden – je nach Marktlage. Auch General Motors hatte bereits im Oktober mitgeteilt, dass Opel im Jahr 2012 Verluste in Höhe von voraussichtlich 1,4 Milliarden gemacht hat. Erst Mitte des Jahrzehnts seien wieder Gewinne zu erwarten.

Doch selbst dieses bescheidene Ziel scheint zu optimistisch. Denn im Dezember sind nicht nur etwa in Frankreich und Spanien, sondern auch in Deutschland die PKW-Neuzulassungen deutlich zurückgegangen (mehr hier). Volvo-Chef Håkan Samuelsson sagte sogar, für den europäischen Automarkt helfe 2013 nur noch Beten (mehr hier).

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