VW muss in Brasilien 400.000 Autos zurückrufen

Ein brasilianisches Gericht hat VW zu einer Rückrufaktion verpflichtet. Der Konzern ist überrascht und muss sich nun auf massive Zusatzkosten einstellen.

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Ein Gericht im Bundesstaat Rio Grande del Sul ordnete am Freitag an, dass VW circa 400.000 Fahrzeuge des Modelljahrs 2009/10 zurückzurufen muss, berichtet Reuters. Die Motoren könnten sich vorzeitiger abnutzen, sodass die Wagen extrem laut würden und zusätzliche Kosten für Ölwechsel anfielen, begründeten die Richter ihr Urteil. VW wurde verpflichtet, Anzeigen in den größten Zeitungen des Landes schalten, um die Modelle Fox, Voyage und Novo Gol zurückzurufen. Auch die Kosten für die Untersuchung und für die nötigen Ersatzteile habe das Unternehmen zu tragen.

VW betonte, dass ihm das Urteil noch nicht offiziell mitgeteilt worden ist, berichtet Reuters. Man sei aber überrascht. Denn das Problem sei bereits 2009 erkannt worden. Damals sei mit mehreren brasilianischen Bundesstaaten vereinbart worden, dass VW kostenlose Ölkontrollen durchführt und die Garantien für Motoren verlängert. Außerdem stelle das Problem weder ein Gesundheits- noch ein Sicherheitsrisiko dar. Mit einem Marktanteil von 21 Prozent ist VW die zweitgrößte Marke in Brasilien. Der Wolfsburger Konzern hat dort im vergangenen Jahr 773.358 Autos verkauft.

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