Pleite-Angst: Athen erhöht Steuern auf Bankzinsen

Griechenland erhöht die Steuern auf Bankzinsen, um irgendwie über die Runden zu kommen. Besonders tückisch: Die Bürger erfahren erst jetzt davon, die Regelung wurde rückwirkend in Kraft gesetzt.

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Trotz der neuen Hilfsmilliarden, die der IWF gerade an Athen überwiesen hat, bleibt Griechenland de facto pleite. Um doch noch irgendwie über die Runden zu kommen, holt sich der Staat das Geld bei seinen Bürgern. Die griechische Regierung hob zu diesem Zwecke die Steuer auf Bankzinsen an – rückwirkend! Wie der griechische Bankenverband am Dienstag mitteilte, wird der Steuersatz per 1. Januar 2013 von zehn auf 15 Prozent angehoben. Betroffen sind beispielsweise Zinsen auf Bankguthaben, Wertpapiere und Anleihen.

Wenn dementsprechend ein Grieche 50.000 Euro zu einem Zinssatz von 3,5 Prozent deponiert hat, würde er dafür 1.750 Euro Zinsen pro Jahr erhalten. Abzüglich der bisherigen 10 Prozent Steuer wären das noch 1.575 Euro pro Jahr. Durch die neue Steuer bleiben bei diesem Rechenbeispiel am Ende des Jahres nur mehr Zinsen in Höhe von 1.488 Euro pro Jahr. 87 Euro mehr für den Staat.

Allerdings wurde die Steuererhöhung erst im Laufe des Januars als Gesetz beschlossen. Um dennoch möglichst keine Gelder zu verlieren, tritt die Steuererhöhung nun rückwirkend zum 1. Januar 2013 ein. Banken sollen deshalb auch rückwirkend die neuen Steuern auf die erst anfallenden Zinsen einbehalten dürfen.


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